TV-Wahlwerbung der Parteien
Friede, Freude, Sonnenschein

Die TV-Werbung der Parteien wirken ganz schön eintönig. Nicht nur, weil durch die Spots von FDP und NPD dieselbe Familie radelt. Fünf Beobachtungen zur Wahlwerbung und die Einordnung einer Wahlkampfexpertin.
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DüsseldorfDeutschland, die Wirtschaftslage, die Spitzenkandidaten: Die TV-Werbung zur Bundestagswahl wirkt an machen Stellen ganz schön eintönig. Denn nicht nur die Forderungen und Aussagen gleichen sich immer mehr an. FDP und NPD verwendeten sogar das gleiche Videomaterial – eine vierköpfige Familie bei einem Fahrradausflug. Doch warum stellen sich manche Parteien so ähnlich dar? Wie haben sich die Werbestrategien von CDU, SPD & Co. über die Jahre verändert? Und zu welchen Tricks greifen die Parteien? Fünf Beobachtungen zum Fernsehwahlkampf 2013 und die Einschätzungen einer Wahlkampfexpertin.

Beobachtung 1: Je Volkspartei, desto Floskel
„Es gibt Momente, da steht viel auf dem Spiel. […] Oft betreten wir auch Neuland.“ Es ist Angela Merkel im aktuellen CDU-Werbefilm zur Bundestagswahl, die das sagt. Ähnlich Unkonkret klingt auch Spitzenkandidat Peer Steinbrück im SPD-Werbevideo von sich: „Deshalb will ich Bundeskanzler werden, weil in Deutschland etwas aus dem Lot geraten ist“.

Das sagt die Wahlkampfforscherin: „Im heißen Wahlkampf wirken die Parteien unpolitischer“, erläutert Mona Krewel, die an der Uni Mannheim zu Wahlkampfkommunikation forscht. Grund sei, dass man durch konkrete Themen auch Wählerstimmen verlieren könne. Der strategische Griff zur inhaltsleeren Sprachhülse geschehe also nicht zufällig: „Wenn Parteien die Wahl haben, dann riskieren sie lieber nichts.“ Krewel kann gut verstehen, dass besonders in der Wahlkampfphase mancher zu der Annahme kommt, die großen Parteien würden sich auch inhaltlich irgendwo in der Mitte treffen. „Das Phänomen wurde in Langzeitstudien aber kaum gefunden“, sagt Krewel. Im Wahlkampf konkurrieren allerdings „alle um dieselben Wähler“- die, die noch unentschlossen sind. Verschiedene Studien belegen deshalb ein klares Themenranking: „An erster Stelle steht immer der Wahlkampf selbst“. Auf dem zweiten Platz sei bei allen die Wirtschafts- und an dritter Stelle die Sozialpolitik.

Die der Floskel entsprechende Bildsymbolik sind Familien: „Denn wer könnte schon etwas gegen Familien haben?“, fragt Krewel. Jenes Paar, das sowohl FDP als auch NPD ihren Wahlfilmen verwenden, radelt mit zwei kleinen Kindern auf einer idyllischen Allee.

Beobachtung 2: Die Opposition lässt mehr Menschen sprechen
Im TV-Spot der Linkspartei kommen vier und bei der SPD, Peer Steinbrück eingeschlossen, 15 Personen zu Wort. Im Wahlspot der CDU spricht nur eine – Angela Merkel. Die FDP zeigt immerhin einige Menschen bei ihrer Arbeit oder beim Shoppen. Das Reden ist aber auch hier Spitzenkandidat Rainer Brüderle überlassen. Schon 2005 zeigte die damalige CDU-Wahlwerbung nur Angela Merkel. Sie blieben zwar stumm, aber immerhin liefen bei der Bundestagswahl 2002 neben Edmund Stoiber noch mehr als 20 weitere Personen für die CDU durchs Bild.

Im Wahlwerbespot der Grünen sind allerdings mehr Hausschweine als Sprecher zu sehen. Nur die beiden Spitzenkandidaten Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt kommen in dem eineinhalb Minuten langen Film zu Wort.

Das sagt die Wahlkampfforscherin: „Was wir immer wieder hören: Die Wahlkämpfe werden immer personalisierter. Diesen Trend können wir in den Langzeitstudien nicht finden“, sagt Krewel. Parteien, die über eine starke Führungspersönlichkeit verfügten, würden diese aber auch nutzen. Das war schon vor 50 Jahren so: „Der Wahlkampf 1961 war einer der personalisiertesten überhaupt.“ Damals versuchte Willy Brandt Konrad Adenauer das Kanzleramt streitig zu machen. Es sei kein Zufall, dass Peer Steinbrück in seinem Wahlwerbespot erst in den letzten Sekunden auftauche. „Parteien, die in den Umfragen hinten liegen, greifen eher die Themen der Menschen auf“, erläutert die Expertin. Das zeigen diese Parteien auch, indem sie viele unterschiedliche Menschen ihre Parteipositionen präsentieren lassen. Peer Steinbrück verfolge eine ähnliche Werbestrategie, wie Edmund Stoiber 2002. Aus den gleichen Gründen: „Da Steinbrück genau wie Stoiber 2002 zu Beginn des Wahlkampfs kein besonders glückliches Händchen bewiesen hat“, erklärt Krewel.

Beobachtung 3: Mit der Amtszeit steigt die Ich-Rate
Gemeint ist Angela Merkel. In der Wahlwerbung 2005 verwendet die spätere Kanzlerin das Personalpronomen „ich“ genau einmal. 2009 sagt die Kanzlerin bereits fünf und 2013 ganze acht Mal die Wörter „ich“, „mir“ oder „mein“. Peer Steinbrück begnügt sich mit zwei „ichs“. In der TV-Werbung der Parteien ohne Aussicht auf Kanzlerschaft kommen anstatt der ersten Person Singular nur die Begriffe „wir“ und „uns“ vor.

Das sagt die Wahlkampfforscherin: Die „Personalisierung hat über die Zeit hinweg natürlich noch zugenommen, weil Angela Merkel jetzt Bundeskanzlerin ist“, sagt Krewel. Auch weil aus Umfragen hervorgehe, dass die Kanzlerin gut ankommt. Mit dem Wort „ich“ rücke sie gleichzeitig ihre Partei in den Hintergrund. Dieses Spiel habe schon Alt-Kanzler Gerhard Schröder beherrscht. „Die schon fast präsidentielle Strategie, die wir von Merkel heute sehen und die Gerhard Schröder zuvor nicht minder gut beherrscht hat, funktioniert natürlich nur bei populären Amtsinhabern“, erklärt die Expertin.

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  • Die reich entlohnte "Kruste" aus Politikern, Promies und GEZ-Moderatoren hat uns wieder ein Kasperle-Theater vorgeführt. Frau Merkel will dafür kämpfen dass jemand, der 40 Jahre gearbeitet hat 850 EUR Rente bekommt. Wie soll man wohl schaffen, 40 Jahre zu arbeiten ? Und warum bekommt ein Abgeordneter nach 4 Jahren schon 3500 EUR Pension ??

    Ein ehlendes Schauspiel unserer "Politiker-Medien-Kruste"war das, IM Erika und IM Nelke auf der Bühne, wer wird wohl unsere nächste ferngesteuerte "Kommissions-Regierung" in Deutschland anführen ??

    Wählen wir die Alternative ! Zusammen schaffen wir es in den Bundestag. Wir sind der Souverän. Ein Ende der Bereicherung, Verschwendung, Lüge und Propaganda.

    AfD Wahl-Video

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6GemKdWc2kg

    Riesen Erfolg in Hamburg am 17.08.

    http://www.youtube.com/watch?v=m02u7PTyHnE

    EU wird zur Sowjetunion

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article119345809/EU-wird-zur-Sowjetunion-mit-menschlichem-Antlitz.html

    Die Vorstände der Alt-Parteien in Deutschland sind ideologisch festgefahren und haben sich von ihrer Basis abgelöst. Wie "ferngesteuert" und unterstützt von den TV- und Print-Medien gestaltet sich die Politik unter der Regierung Merkel. Kein Diskurs und kein Konsens. Es gibt nur noch diese "alternativlose Politik von oben", denen wir uns mit dem Kreuz auf dem Stimm-Zettel entgegen stellen müssen. Darum AfD wählen. Sagen Sie das auch ihren Nachbarn, Kollegen und Freunden. Zusammen ziehen wir in den Bundestag ein !

    Wählen gehen und weitersagen, ... denn wir sind der Souverän.

  • AfD! Was sonst?

  • Da die "Alternative für Deutschland (AfD)" mittlerweile an der 5-%-Hürde kratzt, wäre es angemessen gewesen, etwas mehr über deren Wahlwerbung zu berichten. / /

    Reinhard "Hardy" Rupsch

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