Twitter-Aktion
Peers Eintönigkeit auf 140 Zeichen

Fragen via Twitter, Antworten per Livestream, Diskussion aber Fehlanzeige: Beim ersten „Twitter Townhall Meeting“ beantwortet Peer Steinbrück Fragen der Netzgemeinde. Der fehlen bei der Aktion aber Tiefgang und Debatte.
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DüsseldorfAnmerkung der Redaktion: Auf Grundlage neuer Fakten haben wir den Artikel am 4. September 2013 noch einmal überarbeitet. Bitte entschuldigen Sie die Unstimmigkeiten bezüglich der anfangs fehlenden Information aus der Townhall-Veranstaltung.

Präzise, knapp und mit vielen knalligen Sprachbildern: Dafür ist Peer Steinbrück bekannt und so zeigte sich der SPD-Kanzlerkandidat auch im letzten großen Schlagabtausch im Bundestag am Dienstag. Doch diese Stärke konnte er am Abend nicht ausspielen. Innovativ sollte die Aktion sein – das erste deutsche „Twitter Town Hall Meeting“, das die SPD im Willy-Brandt-Haus vor Zuschauern organisierte.

Das in Deutschland noch unbekannte Format des „Twitter Town Hall Meetings“ ist in den USA bereits fest in den Wahlkampf integriert. So stellten sich dort bereits Barack Obama und Hillary Clinton direkt den Fragen der Twitter-Nutzer, um auf diese Weise mit ihnen zu diskutieren.

Geblieben ist am Ende des ersten deutschen Experiments Enttäuschung bei der Netzgemeinde. Eine Stunde lang hatte sich der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten Zeit genommen für das neue Format. Unter dem vorab definierten Schlagwort „#fragpeer“ konnten Twitterer ihre Fragen direkt stellen. Die Antworten wurden jedoch nicht über das soziale Netzwerk, sondern auch vor einem Live-Publikum im Willy-Brandt-Haus beantwortet. Das war denn auch das Problem: Auf die vielen Fragen – 1500 waren im Vorfeld via Twitter eingegangen – schaffte es Steinbrücks Team nur die üblichen Wahlkampf-Phrasen ihres Spitzenkandidaten zu twittern. Eintönigkeit in 140 Zeichen. Wer mehr wollte, musste auf einen anderen Kanal: den Livestream.

Lebhafte Diskussion bei Twitter: Fehlanzeige.

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Steinbrück verrät seine ersten Amtshandlungen

Kommentare zu " Twitter-Aktion: Peers Eintönigkeit auf 140 Zeichen"

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  • Sehr geehrter Herr Steinbrück; Steuergerechtigkeit; alles , was steuerlich absetzbar ist,ist gegen Geringverdiener! Wenig Lohn - keine Steuer - keine Absetzmöglichkeit zB. Kilometerpauschale, Handwerkerlöhne u.a. Herr Gabriel hatte mal ausgesagt im FS,dass man dieses ändern müsse, z.B. Auszahlung durch das FinAmt.Kann man mit einer Änderung rechnen?

  • Liebes Handelsblatt, es liegt in der Natur von Twitter, auf 140 Zeichen beschränkt zu sein. Genau deshalb gibt es ja den Livestream, um auch ausführliche antworten geben zu können. Übrigens hat der genannte Herr Obama das genauso gemacht. Hätte man z.B. unter http://m.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/twitter-town-hall-obama-antwortet-auf-140-zeichen-16865.html nachlesen können - Recherche nennt sich das übrigens in Journalistenkreisen. Aber ich vermute mal, die lag gar nicht so unbedingt in Ihrem Interesse?

  • @handlesblatt:
    >In 60 Minuten kam Steinbrück auf nur 13 Antworten – rund >fünf Minuten pro Antwort.
    Es sind knapp fünf Minuten. Bei rund fünf Minuten wären es nur 11 Antworten gewesen.

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