Umfrage

Schwarz-Gelb weiter deutlich vor Rot-Grün

Die Regierungskoalition hat weiter einen klaren Vorsprung vor SPD und Grünen. Vorausgesetzt die FDP schafft den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Drittgrößtes Lager ist die Partei der Nichtwähler.
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Im Bundestag: Angela Merkel hört zu, während Herausforderer Peer Steinbrück spricht. Quelle: AFP

Im Bundestag: Angela Merkel hört zu, während Herausforderer Peer Steinbrück spricht.

(Foto: AFP)

BerlinGut zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl hat die schwarz-gelbe Regierungskoalition weiter einen klaren Vorsprung vor SPD und Grünen. Die Union kommt in dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Senders RTL auf 41 Prozent, die FDP liegt bei fünf Prozent. Die SPD erreicht wie in der Vorwoche 22 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und liegen bei 14 Prozent. Damit beträgt der Abstand zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün zehn Prozentpunkte.

Die Linke, die von der SPD als Regierungspartner ausgeschlossen wird, verbessert sich um einen Punkt auf neun Prozent. Der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ wollen zwei Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Die Piraten kommen auf den gleichen Wert. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt der Umfrage zufolge 31 Prozent.

Trotz dieses großen Vorsprungs stellen die Wähler der zweiten Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Ende der Legislaturperiode ein eher schlechtes Zeugnis aus. Laut einer Umfrage für den „Stern“ vergibt nur jeder hundertste Wähler die Note „sehr gut“, vier Prozent urteilen drastisch: „Setzen, sechs!“ Die Durchschnittsnote liegt bei 3,4. Die Anhänger von CDU und CSU urteilen mit 2,8 erwartungsgemäß etwas milder.

Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich 56 Prozent (minus ein Punkt) von ihnen für Merkel und 19 Prozent (minus ein Punkt) für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück entscheiden. 25 Prozent antworteten mit „keinen von beiden“.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem „Stern“, die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass „die FDP auch bei der Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde nehmen wird“. Zwar hätten die Freidemokraten keinen festen Wählerstamm wie die Grünen, „doch es dürfte genügend Deutsche geben, die eine liberale Partei als notwendig ansehen“. Auch die SPD könne unter den noch unentschiedenen Wählern Stimmen gewinnen, indem sie „an die Loyalität zur Sozialdemokratie appelliert“. Die Union dagegen habe ihre Anhänger bereits weitgehend hinter sich gesammelt.

Das Forsa-Institut befragte für den Wahltrend in der vergangenen Woche 2501 Bundesbürger.

  • afp
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11 Kommentare zu "Umfrage: Schwarz-Gelb weiter deutlich vor Rot-Grün"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Kein Wunder, Michel war ja auch Sportreporter.

  • 41% schwarzgelb
    45% rotrotgrün

    merkel hat keine mehrheit...

  • Die Ruhe bewahren! Man kann die AfD ruhig klein schreiben. Die Realität sieht anders aus. Alles arbeitet im Moment für die AfD, alle schlechten Euro- und EU-Nachrichten. Und ich wette, dass die AfD in den Bundestag kommt. Es ist bereits bekannt, aber keiner wagt sich aus der Deckung. Und bis September kann es nur noch aufwärts gehen. Die Marken-Bekanntheit AfD ist ja förmlich explodiert. Das hätte ich nicht erwartet. Und wer in unserem Land etwas verändern will, kommt nicht umhin, die AfD zu wählen.

  • @ Le-h-r-tasche
    ....Danach ist es bei dieser Bundestagswahl um die FDP geschehen. - Sie wird nicht mehr im Bundestag sein.

    Wünschen würde ich mir das auch.
    Jedoch wird es, wie in der Vergangenheit auch, zu massiven Leihstimmen von der CDU kommen, da auf die 2-3% der normalen FDP-Stimmen nicht verzichtet wird.
    Sollte die FDP wieder erwarten doch rausfliegen, ist die Große Koalition vorprogrammiert.
    Grundsätzlich wird sich an den Gegebenheiten in der BRD absolut nichts ändern. Daran kann auch eine AfD als wirkliche Opposition kurzzeitig nichts ändern.
    Man muß schon sehr alt werden wollen, um zu erleben, daß die BRD wieder Deutschland wird.

  • Die ehrlichsten Grünen sind zweifelsohne Herr Kretschmann und Herr Palmer. Herr Kretschmann hat erkannt, dass sich die Beamten mit ihren Forderungen versuchen zu bereichern weil sie in Kauf nehmen, dass sich die Schere immer weiter öffnet da ihre Versorgungsansprüche gegenüber der übrigen Bevölkerung immer weiter auseinander gehen.

    Da die Grünen gleichzeitig auf einer Vermögenssteuer bestehen, fördern sie insbesondere bei der Altersversorgung den Klassenunterschied und befinden sich innerparteilich im Widerspruch, sind sich sozusagen selbst nicht grün.

  • Die Piraten vor der AfD? Das glaubt doch kein Mensch!

  • Zwar hätten die Freidemokraten keinen festen Wählerstamm wie die Grünen, „doch es dürfte genügend Deutsche geben, die eine liberale Partei als notwendig ansehen.
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    5% von 60% die wählen werden,sind doch um in Regierungsverantwortung zu stehen,höchst problematisch.
    95% wollen diese eben nicht.Dafür maßen sie sich zuviel
    Entscheidungsgewalt an,die dem Bürger abträglich sind.


  • WAS SCHWARZ - GELB NICHT GESCHAFFT HABEN ...
    Zu regieren, natürlich!

    Und mein nahes wie weiteres Umfeld kann den genannten Prognosen hier nur wie ein Zerrspiegel erscheinen.
    Danach ist es bei dieser Bundestagswahl um die FDP geschehen. - Sie wird nicht mehr im Bundestag sein.

    Auch glaube ich, dass es der Wunsch, dem Vater des Gedanken, ist, dem hier das Nichteinziehen der
    ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND den Bann ausspricht.

    Aber Sie wissen doch alle: Es ist der Vorsatz, der stark macht! Am 22. September d.J. werde ich definitiv die ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND WÄHLEN! Komme, was da wolle!

  • Der Michel weiss in erster Linie mal, dass Heidi Klum 8 Mio bekommt, Lilly Becker viele Talente hat, wie es zuhause bei den Amogos aussieht und der BVB 50 Mio für neue Spieler ausgibt. Ach ja, und das sich Frau Merkel für Angehörige der NSU-Opfer vier Stunden Zeit genommen hat, die Gute.

    AfD? Die sind doch gar nicht in der Bundesliga. Und auch nicht in den Charts oder bei Let´s Dance, DSDS oder Kochduell.

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