Union zum Wahlprogramm
Merkel will „ran an den Speck“

Die Bundeskanzlerin hat den Startschuss zum Wahlkampf gegeben. Die Bundestagswahl sei eine Richtungsentscheidung für Deutschland. Bei ihrer Rede attackiert sie die rot-grüne Konkurrenz, bleibt aber zumeist im Ungefähren.
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BerlinBundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat die Union für die kommenden Monate zu einem engagierten Wahlkampf aufgerufen. „Der 22. September ist eine Richtungsentscheidung für unser Land”, sagte Merkel am Montag auf dem Wahlprogramm-Kongress der Union in Berlin. Dann gehe es darum, ob Deutschland mit CDU und CSU weiter auf Erfolgskurs bleibe, „oder ob es mit Rot-Rot-Grün bergab geht”.

Wie schon zuvor CSU-Chef Horst Seehofer erteilte auch Merkel in ihrer Rede den von der Opposition geplanten höheren Steuerbelastungen auf große Vermögen und Einkommen eine Absage. Die Kanzlerin sprach sich auch gegen Bevormundungen durch die Politik aus. Gerade in Zeiten „rasanter Veränderungen” brauche es „eine Kultur des Vertrauens”, die den Menschen etwas zutraue. Aufgabe der Politik sei es, „verlässliche Rahmenbedingungen” für den Mittelstand und etwa die aufstrebende IT-Branche zu schaffen, sagte Merkel.

Die CDU-Chefin zog erwartungsgemäß eine positive Bilanz der vergangenen vier Regierungsjahre. Die christlich-liberale Koalition habe in „der Krise die richtigen Weichen gestellt” und wachstums- und konsolidierungsorientierte Politik verbunden. Dadurch seien die Lohnzusatzkosten stabil und die Arbeitslosigkeit gering gehalten worden. Auch in der kommenden Legislatur wolle die Union deutlich machen, „solide Finanzen und vernünftige Investitionen, die widersprechen sich nicht”, sagte Merkel mit Blick auf Kritik an milliardenschweren Ausgabevorhaben bei Mütterrenten und für Familien.

Das am Sonntag verabschiedete Wahlprogramm setze Prioritäten, „indem es genau sagt, was notwendig ist, um unsere Zukunft zu sichern”, sagte Merkel. Die Wahlkämpfer der Union rief sie auf, in den kommenden 90 Tagen bis zur Wahl auch die Menschen anzusprechen und zu überzeugen, „die uns unbequeme Fragen stellen”: „Ran an den Speck, wie ich immer sage, dann wird es ein guter September.”

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Union zum Wahlprogramm: Merkel will „ran an den Speck“"

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  • Und die rot-grüne Opposition schafft sich selbst ab, weil sie allen Euro- und EU-Murks mitgetragen hat. Warum soll man sie dann noch wählen? Dann gebe ich meine Stimme an eine neue Opposition, die AfD. Vielleicht können wir der ja etwas zutrauen.

  • Da Wahlkampf ist weiß man,das nur der Wähler
    der Speck ist an dem alle Parteien wollen.
    Die fette feiste Masse,der man sich liebend gern
    entledigen würde.
    Können die nicht ihren Wahlkampf,mal mit Kalaschnikows
    austragen..Oder russisch Roulette spielen.
    Wer übrig bleibt erhält den Zuschlag.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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