Wahlsonntag
SPD will noch am Wahltag Wahlkampf machen

Die Marschroute der SPD für die Bundestagswahl am 22. September ist klar: Andrea Nahles fordert ihre Wahlkämpfer auf bis zur Schließung der Wahllokale für einen Regierungswechsel zu Rot-Grün Stimmung zu machen.
  • 6

BerlinDie SPD will noch am Tag der Bundestagswahl am 22. September Wahlkampf für einen Regierungswechsel zu Rot-Grün machen. „Wir werden bis in den Sonntag hinein versuchen, Menschen zu überzeugen“, kündigte Generalsekretärin Andrea Nahles am Mittwoch an. „30 Prozent der Wähler entscheiden sich in den letzten 72 Stunden.“ Gut sechs Wochen vor dem Wahlsonntag verspürt die weit hinter der Union liegende SPD in einer zweiten Umfrage leichten Aufwind. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage für den „Stern“ und RTL legen SPD und Grüne jeweils um einen Punkt zu, während der Vorsprung von Schwarz-Gelb vor der gesamten Opposition auf einen Punkt schmilzt. Forsa-Chef Manfred Güllner machte der SPD zudem Hoffnung: Sie habe ihr Wählerpotenzial noch nicht ausgeschöpft.

Die SPD ist bemüht, ihre Wahlkämpfer trotz des Rückstandes in den Umfragen zu motivieren, die Wahl nicht verloren zu geben.

Nahles verwies auf Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer. In der politischen Stimmung hätten SPD und Grüne deutlich zugewonnen und im August das schwarz-gelbe Lager sogar überholt. „Die ganze Botschaft ist: Die Sache ist offen“, sagte Nahles mit Blick auf den Ausgang der Bundestagswahl.

In Niedersachsen, wo Rot-Grün im Januar ganz knapp Schwarz-Gelb abgelöst hatte, hätten sich 16 Prozent der Wähler in den letzten 24 Stunden vor der Schließung der Wahllokale entschieden, sagte Nahles. Die SPD will daher Wahlkampf bis zur letzten Minute machen. Man werde am Wahlsonntag zwar keine Hausbesuche mehr machen. "Wir werden Aktionen da machen, wo die Menschen sowieso hingehen", sagte Nahles und verwies auf Sport- und Schützenfeste. Auftakt für die heiße Wahlkampfphase soll das Bürgerfest sein, mit dem die SPD am 17. und 18. August am Brandenburger Tor in Berlin ihre 150-jährige Geschichte feiert.

Seite 1:

SPD will noch am Wahltag Wahlkampf machen

Seite 2:

SPD hat noch viel Arbeit vor sich

Kommentare zu " Wahlsonntag: SPD will noch am Wahltag Wahlkampf machen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Liebe Frau Nahles,

    Sie haben eine Zielgruppe vergessen, nämlich die, die an den Essensausgaben der Tafeln anstehen, damit sie sich und ihre Kinder ernähren können. Eine Zielgruppe, dank Hartz IV SPD-Schröder und Konsorten, die doch dankbar wäre, wenn man ihnen Abwechslung bieten würde.

    Die Abwechslung würde hoffentlich darin bestehen, dass man
    jedem in den A..... treten würde, der für die SPD Wahlkampf macht.

    Nie mehr SPD

    Norbert

  • Ich gebe allen drei Vorrednern Recht
    Die SPD hat ihre Wurzeln verloren und das ketten an die Grünen ist der nächste große Fehler

  • Wahlkämpfe,sind Kampagnen,den Gegner dreckig zu machen.
    Das Volk will aber zurück zu so etwas wie Reinheit,
    Aufrichtigkeit,Volkssolidarität.
    Stattdessen werden uns hier Lebensmodelle schmackhaft
    gemacht,die man politisch zu verantworten hat und
    nicht mehr rückgängig zu machen sind..Im Gegenteil.
    Man setzt immer noch eins drauf.
    Wie sagte die Gewerkschafterin Ilse Schaad bei einer Kundgebung während deBerlinerLehrerstreiks:
    “Wahlprogrammen kann man nicht mehr trauen!
    Peer Steinbrück und Jürgen Trittin ist nicht zu trauen. SPD und Grüne fühlen sich dem Kapitalismus (sprich: den Banken und Konzernen) verpflichtet und werden an der Regierung da weiter machen, wo sie 2005 aufgehört haben"
    Das Volk muß sich erheben,gegen Sozialabbau, Niedriglöhne, Bankenrettungsprogramme.
    Solidarität mit den Beschäftigten im Einzelhandel! Die Arbeitgeber im Einzelhandel haben den Manteltarifvertrag gekündigt und wollen die Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern.
    Für den Ausbau des Gesundheitswesens,damit Pflegekräfte nicht mehr überarbeitet sind und wirklich pflegen
    können.
    Kampf gegen Wohnungsnot und Zwangsräumungen! In vielen Städten steigen die Mieten ins Unermessliche, fehlt es an günstigem Wohnraum und kommt es zu immer mehr Zwangsräumungen.
    Die Ursachen der Krise liegt im kapitalistischen System.
    Siehe Geolitico:
    http://www.geolitico.de/2013/07/15/gegen-banker-versagen-die-gesellschaftlichen-krafte/
    Politiker sind die Blamierten.
    Oder wie es der Journalist der Journalist Müller-Vogg
    ausdrückte:."Wir haben ein Systemproblem"
    Und die falschen Politiker,dieses wieder auf Null
    zu stellen..Stattdessen will jeder einmal am schon
    toten Patienten,herumflicken.
    Was hatten die es gut in der frz.Revolution.
    Guillotine raus und alles auf Neubeginn.
    Feiern die heute noch.






Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%