Wohnung der Kanzlerin wird vermietet: Eine Nacht in Merkels Bude – für 55 Euro

Wohnung der Kanzlerin wird vermietetEine Nacht in Merkels Bude – für 55 Euro

Einmal leben wie einst die Kanzlerin: Für 55 Euro pro Nacht kann man jetzt Merkels frühere Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg mieten – die berühmte Kartoffelsuppe der Kanzlerin ist im Preis leider nicht dabei.
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BerlinHat sie in dieser Küche schon damals ihre berühmte Kartoffelsuppe gekocht? Sich in diesem Badezimmer hübsch gemacht? In diesem Schlafzimmer geruht und von einem Aufstieg ins Kanzleramt geträumt? Zwei Zimmer, 55 Quadratmeter, Schönhauser Allee 104 – hier hat Angela Merkel früher angeblich gewohnt, hier kann jetzt jeder für 55 Euro pro Nacht auf den Spuren der Kanzlerin wandeln. Über das Unternehmen Airbnb, das Privatunterkünfte weltweit vermittelt, wird Merkels Ex-Wohnung vermietet.

Doch wer hofft, hier noch ihre Physikbücher im Regal zu finden oder Backbücher für den besten Streuselkuchen, der wird enttäuscht. Die Spuren der Kanzlerin wurden quasi wegsaniert, auch sie ein Opfer der Gentrifizierung in Prenzlauer Berg.

„Leben wie Angela Merkel früher“, so preist Gastgeberin Lene ihre Wohnung im Netz an. Die Wohnung liege „super zentral – jedoch trotzdem fantastisch ruhig im zweiten Hinterhof. Nach vorne und hinten schaut ihr aus den Fenstern auf grüne Bäume.“ Nachbarn hätten Lene von der prominenten Vormieterin erzählt, heißt es.

Zu sehen ist von Merkel heute zwar nichts mehr. Neue Holzdielen wurden verlegt, ein modernes graues Sofa steht im Wohnzimmer, im Schlafzimmer ein weißer Ikea-Schrank, das Bad ist weiß gekachelt, wie die Bilder zeigen. Aber immerhin: Die Wände sind noch dieselben. Und die hätten sicher so einiges zu erzählen – wenn sie denn nur sprechen könnten.

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Eine Nacht in Merkels Bude – für 55 Euro

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Hat Merkel in dieser Wohnung den Mauerfall erlebt?

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  • Das riecht nach Pfarrerstochter-Wäsche, die gerade aufgehängt im grellen Sonnenlicht nicht richtig sichtbar ist. Die Formen der Räume gleichen der Korpulenz der 18.000 EUR-Salär-Kanzlerin. All das Tages-, ja Sonnenlicht könnte ihre oftmals diffuse Politik sehr gebrauchen! Und dann: Lüften. Damit es nicht so muffig-modrig nach Pfarrerstochter schnüffelt. Alle, die nun die Nationalmutti gewählt haben, werden dorthin stürmen, um sich in ihrer Schlafzimmerluft umzuziehen, Berliner Bettwanzen zu erleben und die anachronistische Haute-de-Couture der Politik auszuhusten.

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