Bundestagswahl
Betriebsräte von Dax-Konzernen empfehlen SPD

Pro Sozialdemokratie, pro Frank-Walter Steinmeier: Drei Wochen vor der Bundestagswahl trommeln die Betriebsräte großer Aktiengesellschaften für die SPD. Es gehe um einen Neustart der sozialen Marktwirtschaft, heißt es von den Arbeitnehmer-Vertretern. Schwarz-Gelb soll um jeden Preis verhindert werden.

HB BERLIN. Die Betriebsräte großer Aktiengesellschaften rufen zur Wahl der SPD bei der Bundestagswahl in drei Wochen auf. Bei der Abstimmung gehe es um einen Neustart der sozialen Marktwirtschaft, heißt es in einem Reuters am Montag vorliegenden Appell der Arbeitnehmer-Vertreter von Dax-Konzernen. Es gehe um mehr Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung und einen starken Sozialstaat. "Union und FDP wollen all dies nicht", heißt es in dem Entwurf. Schwarz-Gelb die Verantwortung für die Finanzkrise zu übertragen, "hieße, den Bock zum Gärtner zu machen".

"Für uns ist klar: Sichere Arbeitnehmerrechte gibt es nur mit einer starken SPD in der Regierungsverantwortung und mit Frank-Walter Steinmeier als Bundeskanzler", steht in dem Schreiben. Union und FDP werfen die Betriebsräte unter anderem vor, den Niedriglohnsektor ausbauen und den Kündigungsschutz einschränken zu wollen. Die Arbeitnehmervertreter setzen sich damit von der IG Metall ab. Der Chef der größten Einzelgewerkschaft, Berthold Huber, hatte erklärt, Wahlempfehlungen von Gewerkschaften würde es nicht geben.

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