Bundestagswahl
Forscherteam sagt große Koalition voraus

Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam sagt im Gegensatz zu den aktuellen Umfragen eine große Koalition nach der Bundestagswahl voraus.

HB MANNHEIM. Die Wissenschaftler der Universität Mannheim und der Stony Brook University aus dem US-Staat New York prognostizieren, dass Union und FDP wie 2002 knapp den Sieg verpassen. SPD und Grüne kämen nach ihrer Berechnung zusammen auf 42,0 Prozent. Sollte die Linkspartei, wie allgemein erwartet, auf acht Prozent kommen, käme es zu einem politischen Patt, das die Bildung einer großen Koalition notwendig mache.

Die Prognose der Wissenschaftler Thomas Gschwend (Mannheim) und Helmut Norpoth (Stony Brook) basiert auf einem statistischen Modell, das erstmals bei der Bundestagswahl 2002 angewendet wurde. Damals hätten die beiden Wissenschaftler entgegen aller Prognosen von Meinungsforschungsinstituten das spätere gemeinsame Ergebnis von SPD und Grünen bis auf den Zehntelprozentpunkt genau vorausgesagt, erklärte die Uni Mannheim. Allerdings ist das Modell nur in der Lage, den Stimmenanteil der aktuellen Regierungsparteien vorherzusagen. Die einzelnen Anteile der übrigen Parteien bleibt offen.

In das Prognosemodell sind insgesamt drei Faktoren einbezogen. Zum einen wird der langfristige Wählerrückhalt der Regierungsparteien brücksichtigt - gemessen am durchschnittlichen Erfolg bei den drei vorangegangenen Bundestagswahlen. Hinzu kommen Daten zur "Abnutzung im Amt" und zur durchschnittlichen Popularität des amtierenden Kanzlers in aktuellen Umfragen vor der anstehenden Wahl.

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