Bundestagswahl
Gabriel schließt Bündnis mit Linken aus

Es sind noch knapp zwei Jahre bis zur Bundestagswahl, da macht der SPD-Chef schon mal deutlich, mit wem er nicht regieren wolle. Die Linke sei unberechenbar. Sie sei eine Zwangsehe aus Pragmatikern und Sektierern.
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MünchenKnapp zwei Jahre vor der Bundestagswahl lehnt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel einer Koalition mit der Linkspartei ab. „Für mich ist es ausgeschlossen, dass die Sozialdemokraten auf Bundesebene diesen Weg gehen“, sagte Gabriel der „Süddeutschen Zeitung“ zur Möglichkeit einer rot-rot-grünen Regierung. Die Linke sei unberechenbar.

Gabriel nannte die Linkspartei eine Zwangsehe aus Pragmatikern und Sektierern. Niemand werde mit einer Partei koalieren, bei der man nicht wisse, wer im Zweifel den Ton angebe. Gabriel zeigte sich überzeugt, dass es in der SPD keinen großen Widerstand gegen seinen Kurs geben wird.

„Ich bin ganz sicher, dass wir alle in der SPD der Meinung sind, dass man eine der größten Volkswirtschaften der Welt nicht mit einem Partner regieren kann, der wenig berechenbar ist“, sagte er. „Das wäre für Deutschland unverantwortlich.“ Gabriel unterstütze den Kurs des saarländischen SPD-Spitzenkandidaten Heiko Maas, der Regierungszusammenarbeit mit der Linkspartei in Saarbrücken ebenfalls ablehnt. Der saarländische Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine lehne es ab, die Schuldenbremse einzuhalten, sagte Gabriel und fügte hinzu: „Die SPD kann mit niemandem regieren, der unsolide mit Finanzen umgehen will.“

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Niemand wird mit einer Partei koalieren, bei der man nicht weiß, wer im Zweifel den Ton angibt." Hört, hört! Es fragt sich nur, wer denn am Ende (sprich: kurz vor der Wahl) bei der SPD den Ton angeben wird: die rechtslastigen "Rolling Stones", der wohlbeleibte, spießbürgerliche Vertreter der bundesdeutschen Besserverdienenden-Kaste, Siggi Gabriel, oder vielleicht doch noch eine oder einer aus dem Restbestand der "Ur-SPD"? Mit den beiden Erstgenannten kann ich auch gleich die CDU wählen, der Rest ist in der SPD offenbar nur noch Geschichte. Unter solchen Voraussetzungen mag ich nur sagen: Lasst Euch nicht verraten von Sozialdemokraten!

  • Gabriel strebt offenbar eine große Koalitio an. Dann haben wir diese Volkszerstörerin Merkel weitere 4 Jahre.
    Da kann einem aber wirklich grausen.
    Gabriel zeigt, dass auch die SPD eben nicht wählbar ist.
    Sie hat, seit sie von Schröder zur kapitalistischen Partei umgeformt wurde, noch nicht wieder zu ihren Wurzeln zurück gefunden. Leider.
    Die Piraten wären für mich keine Alternative, die kungeln schon wieder mit den deutschfeindlichen Grünen. Außerdem sind sie -mal ganz ehrlich- ein Kidnergarten von Teenagern ohne jede Lebenserfahrung. Sie haben doch von nichts Ahnung
    Also von liberal kann bei diesem Piraten_Kindergarten keine Rede sein. Si behaupte das immer, aber wer mit den Grünen ins Bett will, ist nicht liberal, sodnern antideutsch
    Deutschland ist offenbar parteimäßig am Ende.

  • Wann begreift die SPD endlich, dass die Zukunft für Deutschland nicht in immer reicheren Reichen , sondern in einem Land, indem alle in Würde leben können.
    Und um dies zu erreichen sind weder CDU geschweigedenn die FDP geeignet.
    Nicht vergessen darf man, daß es sie SPD war die die Sklavenarbeit salonfähig gemacht hat. Hier wird von der SPD eine eindeutige Abkehr erwartet. Wer auf kosten der Leiharbeiter lebt, wählt gleich die CDU, für alle anderen wird nur noch die Linke wählbar, die SPD manovriert sich ins Abseits.

    Aber es gibt ja auch noch Piraten!

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