Bundestagswahl

Rot-Grün lehnt Koaltion mit der Linkspartei ab

Das rot-rot-grüne Schreckgespenst: Umfragen zufolge haben SPD und Grüne nur mit Hilfe der Linken eine Chance auf die Mehrheit im Bundestag. Linken-Chef Riexinger hält auch die Tolerierung einer Minderheitsregierung für möglich. Doch Rot-Grün blockt ab.
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Ein Arbeiter streicht mit Leim in Berlin über ein Wahlplakat von Peer Steinbrück. Der SPD-Kanzlerkandidat betont: „Es wird keine Koalition mit der Linkspartei geben.“ Quelle: Reuters

Ein Arbeiter streicht mit Leim in Berlin über ein Wahlplakat von Peer Steinbrück. Der SPD-Kanzlerkandidat betont: „Es wird keine Koalition mit der Linkspartei geben.“

(Foto: Reuters)

BerlinSPD und Grüne haben ein Problem. Vor vier Jahren zerbröselte in den Wochen vor der Bundestagswahl die gemeinsame Machtperspektive, nun droht ihnen das gleiche Schicksal. Denn plötzlich schwächelt nicht nur die SPD. Auch die Grünen verlieren: In einer neuen Forsa-Umfrage für RTL und „Stern“ kommen SPD (22 Prozent) und Grüne (elf Prozent) nur noch auf 33 Prozent, während die Linke um zwei Punkte auf zehn Prozent zulegt. Das zeigt: Eine realistische Machtoption gibt es derzeit nur mit der Linken. Doch allem Werben zum Trotz: SPD und Grüne wollen nicht mit Hilfe der Linken an die Macht.

„Die Avancen der Linkspartei erinnern mich langsam an Stalking“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. Ein Szenario, wonach SPD-Chef Sigmar Gabriel bei einer Mehrheit weder für Schwarz-Gelb noch für Rot-Grün erst die SPD in eine große Koalition führt, diese dann platzen lässt und sich mit Hilfe der Linken zum Kanzler wählen lässt, bezeichnet er selbst als „Science fiction“. Zunächst einmal muss Gabriel ohnehin die Zeit nach dem 22. September bei einem schlechten Ergebnis politisch überleben.

Linken-Chef Bernd Riexinger hat nun via „Berliner Zeitung“ SPD und Grünen das bisher weitreichendste Angebot unterbreitet. „Wenn es nach dem 22.9. eine Mehrheit gegen (Kanzlerin Angela) Merkel gibt, dann schließe ich ausdrücklich keine Option aus.“

Er öffnet damit etwas die Tür für eine Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung – also eine Wahl eines Kanzlers Peer Steinbrück. Doch Fraktionschef Gregor Gysi bremst umgehend. „Wir sind uns in der Führung einig: So etwas Halbgewalktes wie eine Tolerierung ist nicht verantwortbar, und unsere Partei verlöre nur“, unterstreicht Gysi in der „Saarbrücker Zeitung“. Die interne Debatte dürfte Rot-Grün in ihrer Einschätzung der Linken als unzuverlässiger Partner bestätigen.

Linke Stimmen der SPD tendieren zur großen Koalition
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12 Kommentare zu "Bundestagswahl: Rot-Grün lehnt Koaltion mit der Linkspartei ab"

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  • Die komplette Linke kämpft gegen den Bürgerblock und wenn
    Gewalt hilft wie man an den zahlreichen Überfällen auf Wahl
    veranstaltungen sieht, dann scheint das niemand zu stören.

    Das nun die Linke vor der ROT/GRÜNEN Tür liegt und bettelt doch aufgenommen zu werden,drehen sich die Langnasen noch um. Aber beschlossen ist eine Koalition
    mit.. die Linke schon. Rexinger hat ja schon durchblicken lassen, dass auch Kriegseinsätze unter bestimmten Umständen auch von seiner Partei unterstützt werden kann.

    Also das Lieblingspielzeug der ROT/GRÜNEN Kriege ohne UN Mandat klappt vielleicht mit ..die Linke.

  • Zweifelsohne der mit Abstand gelungenste Kommentar. Meine aufrichtige Hochachtung.

  • Völlig bedeutungslose Nachricht, es gewinnt dieses Mal eh haushoch die CDU.

  • Keine Koalition - bis 23. September

  • (...)
    Man muss Bernd Riexinger nicht einmal unterstellen, dass sein Vorschlag die Infektion billigend in Kauf nimmt. Solange die Linke ihr Verhältnis zu Sozialdemokraten und Grünen jedoch nicht einer grundlegenden Revision unterzogen hat, (...) Die sog. "Verräterdiskussion" gab es bereits unter der Führung des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann; Thälmann sah kein Problem in der Zusammenarbeit von Kommunisten und Nationalsozialisten, wenn es ihm opportun erschien. Auch im Reichstag nicht. Dieses Spiel trieb er bis zu dem Tage, an dem ihn seine zeitweiligen Nazi-Freunde in ihren Kellern ermordeten. Bis heute hat sich die Parteiführung der Nachfolgepartei nicht von jener Legendenbildung verabschiedet. Nicht ein einziges offizielles Wort der Entschuldigung ist erfolgt.
    Damit sollen jedoch nicht all jene Abgeordnete der Partei diskreditiert werden, die es ehrlich meinen und die Tag für Tag am Möglichen mitarbeiten. Ihnen gilt der Dank.
    (...)


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Nicht mit der Partei "Die Linke" zu koalieren oder sich von ihr tolerieren lassen zu wollen ist schlichtweg eine dreiste Wahllüge.

  • "Die Avancen der Linkspartei erinnern mich langsam an Stalking“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann.

    Ich lache mich tot - nach der BT-Wahl, wenn die Sozen mit einem Ergebnis von 20% dastehen, werden Typen wie dieser Oppermann irgendwann noch um die Gnade der Linkspartei winseln. Verlasst euch drauf!!

  • Ach ja, da war doch noch was! Ypsidingsi, oder so.
    Was macht sie denn? Wieder Stewardess?

  • Ja das tun sie, aber auch nur verbal und VOR der Wahl...

  • "Peer Steinbrück. Der SPD-Kanzlerkandidat betont: „Es wird keine Koalition mit der Linkspartei geben.“"

    Oder vielleicht doch, schließlich sind die Macht geil.

    Zitat
    "Die Wahrheit vor der Wahl, das wäre ja noch schöner"
    Zitat Ende,
    der Genosse.... Sigmar Gabriel.

    Aber es gibt Alternativen.
    Außerdem muss man die Nicht Wähler fragen.
    Was Sie eigentlich zu verlieren haben.
    Gebt doch mal einer neuen oder kleinen Partei eure Stimme.
    ZB der AFD oder der PDV

    Nur wer sein Kreutzchen für sich behält verliert wenn es dann doch was werden würde.
    Frei nach der dewise dabei sein ist alles.

    Was, die haben sowieso keine Change.
    Na dann schaut mal auf Wahl Radar 2013
    http://wahl-radar2013.de/

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