Bundestagswahl
Steinbrück soll NRW-SPD anführen

Der Spitzenplatz der NRW-SPD für die Wahl 2013 geht an Peer Steinbrück. Davon gehen führende Mitglieder der NRW-Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion aus. Offiziell entschieden wird die Personalie im März 2013.
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Berlin/DüsseldorfDer mögliche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück soll nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa den Spitzenplatz der NRW-SPD für die Bundestagswahl 2013 erhalten. Führende Mitglieder der nordrhein-westfälischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin gehen fest davon aus, dass Steinbrück Platz 1 der Landesliste angeboten wird.

Endgültig entschieden wird über die Aufstellung im bundesweit größten SPD-Landesverband im März 2013. Dann steht auch fest, mit welchem Spitzenkandidaten die SPD in das Rennen um die Bundestagswahl im September nächsten Jahres geht. Die NRW-SPD wollte sich am Freitag nicht zu der Personalie äußern.

Derzeit seien die Vorstellungsrunden der Kandidaten in vollem Gang, sagte ein Parteisprecher in Düsseldorf. Es sei aktuell noch offen, wer überhaupt antreten werde. Ein Spekulieren über Namen und Platzierungen auf der Landesliste erscheine aus NRW-SPD-Sicht wenig sinnvoll. Vor März werde definitiv keine Entscheidung fallen, betonte Sprecher Christian Obrok.


Der frühere Finanzminister Steinbrück war am vergangenen Wochenende mit fast 98 Prozent erneut als Bundestagskandidat in seinem rheinischen Wahlkreis Mettmann aufgestellt worden, den er zuletzt nicht direkt gewonnen hatte. 2009 hatte der ehemalige Düsseldorfer Ministerpräsident Platz 3 der NRW-Reserveliste. An der Spitze stand der damalige SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering.

In der Berliner SPD-Landesgruppe wird erwartet, dass Müntefering 2013 nicht mehr antritt. Dessen Frau Michelle kandidiert in dem für die SPD relativ sicheren Wahlkreis Herne/Bochum II erstmals für den Bundestag.

Steinbrück ist bislang nicht als Redner für den Landesparteitag der NRW-SPD am 29. September in Münster vorgesehen. Dort wird der Landesvorstand neu gewählt. Parteichefin Hannelore Kraft stellt sich zur Wiederwahl. Steinbrück will am nächsten Dienstag vor der SPD-Fraktion in Berlin seine Vorschläge für eine schärfere Regulierung der Finanzmärkte präsentieren.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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