Bundestagswahl
TV-Duell von Merkel und Schulz am 3. September

Drei Wochen vor der Bundestagswahl werden Merkel und ihr SPD-Herausforderer Schulz in einem TV-Duell auftreten. Das könnte viele Wähler entscheidend beeinflussen. Die Grünen fordern Duelle für alle Spitzenparteien.
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BerlinDas TV-Duell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) findet am 3. September statt – drei Wochen vor der Bundestagswahl. Die vier großen Sender, das Erste, ZDF, RTL und Sat.1, werden den verbalen Schlagabtausch in rund anderthalb Stunden Länge parallel übertragen. Es werde bei einem einzigen Duell der beiden Spitzenkandidaten bleiben. Die Sender und Herausforderer Schulz hatten sich zwei Auseinandersetzungen gewünscht – eine im Ersten sowie dem ZDF, die andere auf RTL und Sat.1. Kritik an den Planungen kam von den Grünen.

Neu ist der Ablauf, wie die vier Sender am Dienstag mitteilten: Jeweils über eine Länge von 45 Minuten werden zwei Moderatorenpaare die Fragen an die Kandidaten stellen. Die Duos bilden Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) sowie Sandra Maischberger (Das Erste) und Claus Strunz (Sat.1). Die Themenkomplexe sollen vorher abgesprochen werden, die Reihenfolge werde vorher ausgelost. Für die Vorbereitung, Ausrichtung, technische Ausstattung und den Ablauf des Duells seien die vier Sender gemeinsam verantwortlich.

Das TV-Duell der Kandidaten findet nach 2002, 2005, 2009 und 2013 in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Bei der Premiere 2002 hatte es noch zwei Live-Sendungen mit Gerhard Schröder und Edmund Stoiber gegeben.

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour kritisierte die Absprachen für ein Rededuell Merkel-Schulz. „Zwei Groko-Vertreter duellieren sich, während die Opposition untereinander diskutiert“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte: „Was hat das mit der notwendigen demokratischen Meinungsbildung zu tun?“ Die Wähler bräuchten „Fernsehduelle der Spitzen aller Parteien mit echten Kontroversen, keinen Groko-Brei.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Vielleicht sollten sie sich bei diesem Treffen mit Wattebällchen bewerfen, denn was die sagen kann doch keiner mehr hören.

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