Bundestagswahl
Wie die Linke Wahlkampf macht

Sahra Wagenknecht ist das Gesicht der Linken. Ihre Anhänger sind begeistert. Doch mit ihren Forderungen sind die Linken wohl nicht regierungsfähig. Ein Besuch auf einem der letzten Linken-Wahlkampfauftritte.
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BerlinKubanische Musik tönt von einem Platz neben einem Einkaufszentrum. Eine Bühne und Bierbänke sind aufgebaut. Die Band spielt munter ihre Musik und verbreitet gute Laune. Doch die Band ist nicht das Highlight des Tages. Alle warten gespannt auf eine Person: Sahra Wagenknecht. Vor allem viele Rentner sind auf den Platz im Osten Berlins gekommen, um der Spitzenkandidatin der Linken auf einem der letzten Wahlkampauftritte zuzuhören. Ein älterer Herr im grauen Anorak tanzt im Kreis zu der Musik. Eine ältere Dame stößt dazu. Sie ist schon etwas wackelig auf den Beinen, aber gute Laune hat sie trotzdem – und tanzt mit dem Herrn im Kreis. Es passt alles zusammen: Die Stimmung aus Kuba – dem sozialistischen Staat schlechthin – ist für einige Minuten auf dem Prerower Platz in Berlin.

Und dann kommt Sahra Wagenknecht. Alle feiern sie. Journalisten und Fans formen eine Traube um sie herum. Noch ein Selfie hier, noch ein Pressefoto da. Sie tritt an das Rednerpult. Die sonst so strenge und korrekte Wagenknecht ist heute ganz die Sahra und lächelt, als sie in die jubelnde Menge schaut.

Wagenknecht will in ihrer Rede vier Tage vor der Bundestagswahl Menschen von sich und ihrer Politik überzeugen. Doch sie erreicht auf dem Prerower Platz nur Leute, deren Stimme sie eh schon hat. Teilweise auch, wenn sie noch gar keine Stimme abgeben dürfen: „Ich finde Sahra cool. Sie sagt genau das, was ich auch denke“, sagt die 17-jährige Laetitia. Die Zurufe aus dem Publikum bringen ihr vielleicht ein, zwei Wählerstimmen mehr in dem Bezirk. Aber der Applaus wird Wagenknecht nicht zu einer bedeutend höheren Prozentzahl bei der Wahl verhelfen.

Momentan liegt die Linkspartei im ARD-Deutschlandtrend des Umfrageinstituts Infratest Dimap bei rund neun Prozent und musste sogar noch einen Prozentpunkt einbüßen. In den vergangenen Jahren hatte die Linke die Zustimmung aus der Bevölkerung verloren: Während sie bei der Bundestagswahl 2009 knapp zwölf Prozent erreichte, schnitt sie 2013 mit nur 8,6 Prozent vergleichsweise schlecht ab. Auch die Mitgliederzahlen in der Partei sind seit 2009 von rund 78.000 um fast 20 Prozent auf knapp 64.000 gesunken.

Sahra Wagenknecht, die seit Anfang der 90er-Jahre in der Politik ist – damals noch in der Vorgängerpartei der Linken –, in der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), überschattet die anderen Linken-Politiker. Katja Kipping und Bernd Riexinger sind eigentlich die Parteivorsitzenden, von ihnen hörte man in den vergangenen Wochen allerdings nur wenig. Wagenknecht ist in zahlreichen Talkshows zu Gast, gibt etliche Interviews in den unterschiedlichsten Medien. 2016 schon war sie laut Medien-Portal Meedia Talkshow-Königin – mit neun Auftritten. In diesem Jahr führten Medien aller Art Interviews mit ihr: von der Deutschen Welle über die Nürnberger Nachrichten bis hin zum Jugendportal Orange by Handelsblatt.

Die einen wählen die Linke, weil sie Sahra Wagenknecht toll finden. Die anderen wählen die Linke, weil sie überzeugt von der Politik sind. Vor der Bundestagswahl hat die Linke für typisch sozialdemokratische Themen geworben.

Auf den von ihr vorangebrachten Mindestlohn ist die Partei stolz. Doch 8,84 Euro seien noch nicht ausreichend. Die Partei will ihn auf zwölf Euro anheben. Und sie will keine unbegründet befristeten Arbeitsverträge mehr, sondern sichere Jobs. Menschen würden mit Befristungen um ihre Grundrechte gebracht, sagt Wagenknecht auf der Wahlkampfveranstaltung in Berlin, und es sei schwierig, sich für eine Familie oder für ein Kind zu entscheiden.

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Wie die Linke Wahlkampf macht

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„Dieser ganze Riester-Schwachsinn“

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  • Sarah Wagenknecht hat sich zuhause auch nicht die Klos von Syrerinnen putzen lassen, wie es die grundverlogene Alice Weidel getan hat. Die Putzdamen von Weidel, natürlich schwarz beschäftigt, kamen auch noch von einer islamischen Universität! Verlogener kann man wohl kaum sein.

    Schon witzig, sich vorzustellen, wenn Hillary Clinton so etwas getan hätte - und was die russische Troll-Armee draus gemacht hätte!

  • Herr Maidan, Sie werden immer schlimmer, nur weil die Einheitspartei ein paar Sitze verliert. Denken Sie an die Vorbilder solcher Parteien, Stalin, Mao alles Vorsitzende von sozialistischen Einheitsparteien.

  • An Sarah Wagenknecht gefällt auch, dass sie nicht Teil der internationalen Gay-Elite ist, wie Alice Weidel, die in der Finanzwelt zwischen Schweiz und China herumjettet und den Verkauf der arbeitenden Klasse betreibt.

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