Bundestagswahl
Der „Economist“ empfiehlt Deutschland eine Jamaika-Koalition

Der britische „Economist“ spricht eine Wahlempfehlung aus: Die Deutschen sollten sich noch einmal für Kanzlerin Angela Merkel entscheiden. Diese solle dann allerdings mutiger werden und ihren Koalitionspartner wechseln.
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Der „Economist“ hat eine Empfehlung für die Wahl von Angela Merkels CDU bei der Bundestagswahl 2017 veröffentlicht. Außerdem legt das Wirtschaftsmagazin Merkel nahe, keine neue Große Koalition mit der SPD einzugehen, sondern gemeinsam mit der FDP und den Grünen die neue Regierung zu bilden.

Deutschland konnte in den vergangenen 12 Jahren unter Merkels Führung wachsen. Die Wirtschaft boomt, es gibt weniger Arbeitslose und die Kanzlerin hat einige wichtige Entscheidungen getroffen, wie die Öffnung der Grenzen für rund 1,2 Millionen Migranten, so der „Economist“. Gerade durch ihre Rolle in der Flüchtlingspolitik und während der Eurokrise habe Merkel gezeigt, dass sie unverzichtbar in Europa sei.

Jedoch habe die Kanzlerin das Land nicht auf die kommende, schwierige Zukunft vorbereitet. Deutschlands Infrastruktur verliert seit 2012 an Wert, und auch beim digitalen Wandel in der Wirtschaft liegt Deutschland hinter anderen westlichen Ländern. Die bisher mächtige Automobilindustrie steckt in einer Krise und Merkels Entscheidungen zu den notwendigen Reformen der Eurozone ziehen sich in die Länge.

Wenn sie ihr Amt nicht mit einem mittelmäßigen Erbe abtreten will, muss sich laut „Economist“ etwas ändern. Frau Merkel solle in ihrer vierten Amtszeit mutiger werden und mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammenarbeiten.

Das Wirtschaftsmagazin bezeichnet die Wahl des Koalitionspartners als erste wichtige Entscheidung und schlägt ein Jamaika-Bündnis mit FDP und Grünen vor: Zwar habe die FDP nur wenige erfahrene Köpfe, sie zeige sich bei Themen wie der Digitalisierung tatkräftig und fortschrittlich. Die Grünen seien eine linksorientierte Partei, mit einer zentristischen und leidenschaftlichen pro-europäischen Führung. „Eine solche Koalition würde die Chance bieten, Deutschland wachzurütteln.“

Kommentare zu " Bundestagswahl: Der „Economist“ empfiehlt Deutschland eine Jamaika-Koalition"

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  • @Herr Rainer von Horn

    Da auf Ihren Typ zum Artikel bei der NZZ hier keine Reaktion erfolgt ist, kurz noch einen ergänzenden Hinweis:

    Geschrieben wurde der Artikel von Frau Cora Stephan, die einige Zeit lang auch in der WiWo die Wahrheit schreiben durfte.

    Dann war sie weg, wie zuvor Bettina Röhl oder Herr Tichy.

    Aktuell gibt es in der WiWo noch Herrn Ferdinand Knauß, der noch ziemlich seine eigentlich unbotmäßigen journalistischen Artikel veröffentlichen darf. Seit 14 Tagen ist aber kein Artikel mehr erschienen, die sonst am Freitag oder Sonntag üblich waren.

    Vielleicht weil ihm verboten wurde, den „heiligen“ Wahlkampf zu stören?

  • Wer Merkel als Empfehlung abgibt, ist nur als Satiriker anzusehen, egal ob mit Groko oder Jamaika. Für Satire und Kasperle-Theater sind beide Versionen gleichwertig.

  • Also – mir wäre eine Minderheitsregierung von CDU/CSU unter Merkel am liebsten.

    Grüne raus – FDP bei max. 5,1%. Den Rest regelt der freie Markt.

    Man braucht sich nur die Koalitionsbilanz unter Merkel ansehen und man muss sich fragen, was treibt sogar diese Typen von Grünen dazu, eine Koalition unter Merkel in Erwägung zu ziehen?

    Schon vergessen, wie es der selbstbewussten FDP ergangen ist? Was mir von der FDP in Erinnerung geblieben ist, ist der dämliche Frosch von Rösler im Kochtopf, der nichts merkt – und natürlich noch die Flucht von Lindner damals aus Berlin.

    Er und andere scheinen diese Lehren sehr erfolgreich verdrängt zu haben.

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