Bundestagswahlkampf Göring-Eckardt fordert bessere Bezahlung im Pflegebereich

Im Endspurt des Wahlkampfs plädieren nun auch die Grünen für bessere Arbeitsbedingungen im Pflegebereich. Unter anderem soll die Personalnot bekämpft werden. Ein Bündnis mit der FDP hält die Partei für unwahrscheinlich.
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„Es wird eher auf eine Zuspitzung, die FDP oder wir, zulaufen.“ Quelle: ZB
Katrin Göring-Eckardt, Grünen-Spitzenkandidatin

„Es wird eher auf eine Zuspitzung, die FDP oder wir, zulaufen.“

(Foto: ZB)

BerlinAngesichts der Personalnot im Pflegebereich haben sich die Grünen wie SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz dafür ausgesprochen, mehr Pflegekräfte einzustellen und sie besser zu bezahlen. „Wir brauchen mehr Pflegekräfte. Deswegen haben wir gesagt, 25 000 in einem Sofortprogramm“, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Das ist ein erster wichtiger Schritt. Wir brauchen mehr und bessere Bezahlung.“

Am Montagabend hatte Schulz im Falle seines Wahlsiegs „einen Neustart in der Pflege“ versprochen. Dies würde er in den ersten 100 Tagen der neuen Regierung auf den Weg bringen, versicherte der SPD-Chef in der ARD-Sendung „Wahlarena“ wenige Tage vor der Bundestagswahl am Sonntag.

Umfragen zufolge scheinen die Grünen nur in einem Bündnis mit CDU/CSU und FDP eine Chance auf eine Rückkehr in die Regierung zu haben. Göring-Eckardt sieht das anders. „Es wird eher auf eine Zuspitzung, die FDP oder wir, zulaufen“, erklärte die 51-Jährige. Große Unterschiede zwischen Grünen und Liberalen gebe es vor allem in der Klima- und Sozialpolitik.

  • dpa
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8 Kommentare zu "Bundestagswahlkampf: Göring-Eckardt fordert bessere Bezahlung im Pflegebereich"

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  • Jeder Politiker der ein Versprechen bricht, müßte sofort sein Amt niederlegen. Denn für mich ist das wie ein Meid.

  • @ Michael Müller 19.09.2017, 11:36 Uhr

    "Alle Forderungen 1 Woche vor der Wahl gehören verboten!"

    Ich schalte schon 12 Monate vor der Wahl ab. Aussagen von Politikern in dieser Zeit sind nichts als heiße Luft - reine Zeitverschwendung ihnen zuzuhören.

  • Angst muss riesig sein :
    Altmayer empfiehlt ! Lieber nicht wählen als A F D !
    Das sind DEMOKRATEN , auweia !

  • Alle Forderungen 1 Woche vor der Wahl gehören verboten! Das dient nur zum kurfristigen Ködern von Wählern und ist am Tag nach der Wahl schon wieder bedeutungslos. Nichts als billige Bauernfängerei und die Forderungen der Grünen kennen wir ja! Wer sie nicht kennt, kann googeln...

  • Verehrtester Herr Löwenstein.
    Ich war 1988 In einem Pflegeheim Berlin-Kaulsdorf - " Staatlich" wie Sie sicher wissen . Sowas finden Sie in keinem kapitalistischen Land !

  • Vielleicht sollte man Pflege nicht in börsennotierte Unternehmen oder gewinnorientierte Unternehmen übergeben.
    Denn dadurch wird der Mensch zur Ware, die Pflege muss billigst bewerkstelligt werden, damit die Gewinne für Aktionäre jedes Jahr steigen.
    Das wird nur dadurch erreicht, dass schlecht bezahlt wird und die Anzahl Pflegekräfte auf das absolute Minimum gedrückt wird.

    Wir müssen weg von diesem rein kapitalistischen Ansatz. Es gibt Bereiche, in denen der Kapitalismus nur begrenzt oder gar nichts zu suchen hat.
    Dazu gehören die Infrastruktur (Strasse und Schiene), Pflegebereich, Krankenhäuser, Bildung (Schulen, Universitäten, Kindergärten).

    Pflege sollte nur an Stiftungen gegeben werden, die keinen Gewinn machen müssen. Nur so kommen die Mittel auch da an, wo sie hingehören, beim Personal und den Pflegebdürftigen, anstatt bei den Aktionären. Die Stiftungen müssen natürlich regelmäßig und unregelmäßig geprüft werden.
    Schließlich gibt es ja Einrichtungen , die das gut hinbekommen, aber eben keine gewinnorientierten Unternehmen.

    Der reine Kapitalismus und die unendliche Gier der Reichen immer noch mehr haben zu wollen (obwohl sie es gar nicht ausgeben können) und das Nachgeben der Politikerkaste eben dieser Gelüste führt zu immer größeren Ungleichgewichten.
    Irgendwann schepperts und die Menschen erkennen, was schief läuft.
    Naja, die Politik will schneller sein, immer mehr Überwachungsgesetze, Überwachung mit Gesichtserkennung, Abschaffung Bargeld sind dann schon mal die Vorbereitung auf die totale Kontrolle unliebsamer Menschen und Meinungen. Die Konzerne kontrollieren mit (Stichwort Alexa, internetfähige Puppen etc.)
    Wenn man 100 Jahre vorausschaut, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Konzerne die Staaten ersetzen, oder eben eine richtige Diktatur.
    Der Mensch wird immer alles "gut gemeinte" missbrauchen, das zeigt die Geschichte.
    Ohne Krisen (Euro-Krise, Flüchtlingskrise) wären all diese Gesetze aber nicht möglich.
    Alles nur Zufall?

  • Wer nicht im Pflegeheim landen will, ich auch nicht, kann seine Aktivitäten in Aereas verlegen, wo die Chancen in`s Jenseits zu kommen , größer sind ! Die werden täglich mehr ! Alles hat was Gutes !



  • Ein Lob an den jungen Pfleger, der es im Fernsehgespräch mit der Kanzlerin offensichtlich geschafft hat, das Thema "Pflegenotstand" im Wahlkampf zu etablieren.

    Leider wird es wieder nur bei leeren Versprechen bleiben - von ALLEN Parteien..

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