Umfrage
Schwarz-Gelb verliert Mehrheit

Bevor der Wahlkampf in Deutschland richtig an Fahrt gewinnt, muss Schwarz-Gelb um seine Mehrheit bangen. Diese haben Union und FDP laut einer Forsa-Umfrage verloren – trotz der Schwäche der SPD.
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BerlinSchwarz-Gelb verliert der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge ihre Mehrheit. Zusammen kommen Union und FDP auf 47 Prozent der Stimmen und liegen damit gleichauf mit allen anderen Parteien, wie es im vorab veröffentlichten Stern-RTL-Wahltrend vom Mittwoch heißt. Dabei behaupteten CDU und CSU sich bei 40 Prozent, während die FDP einen Prozentpunkt verliere.

Die SPD kann dagegen nach vier Wochen der Stagnation wieder zulegen und kommt auf 23 Prozent. Grüne, Linke und AfD verharren bei jeweils acht Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie immer man Umfragen auch bewerten mag, es zeichnet sich jedoch nach der Bundestagswahl eine parteipolitische Konstellation ab, die auf keine zukunftsorientierte Politik im Interesse unseres Landes hoffen läßt.
    Eine schwarz - gelbe Koalition würde selbst bei steigendem Zuspruch durch die Wähler kaum über eine - angesichts der absehbaren Herausforderungen - stabile Regierungsmehrheit verfügen. Nichts anderes würde für eine rot - rot - grüne Koalition Koalition gelten, selbst wenn Schulz wider Erwarten an seine ehemalige Hype anknüpfen könnte.
    Eine sog. Jamaika Koalition wäre schon deshalb kaum als wünschenswerte Zukunftsoption zu betrachten, weil sich die Grünen längst von jeder Realpolitik verabschiedet haben und eine Politik, die eher dem Milieu der bevormundenden Sozialpädagogik entspricht, sowohl wirtschafts- wie außenpolitisch - vom Thema der inneren Sicherheit ganz abgesehen - für Deutschland fatal wäre.
    In einer Neuauflage der Großen Koalition - die von weiten Teilen der SPD abgelehnt wird - wäre die SPD wohl versucht, ihre Umverteilungspolitik zulasten derjenigen zu realisieren, die in unserem Land für das Erwirtschaften zuständig sind.
    Summa summarum ist mit einer zukunftsorientierten Politik - zur Gestaltung des digitalen Wandels in der Arbeitswelt, zur Verbesserung der Infrastruktur und mit Investitionen in das Bildungssystem, mit sachgerechten Initiativen zur Stärkung der inneren Sicherheit und mir einer an den Realitäten orientierten Flüchtlingspolitik im europäischen Kontext - kaum zu rechnen.

  • Der Ruck hin zum Neo-LIberalismus, wie er unter Schwarz-Gelb droht, ist vielen gar nicht klar. Den Mindestlohn wird die FDP als erstes durchlöchern. Dann gibts Ausnahmen für Zimmermädchen, Prospektverteiler, Paketboten, Gastro-Mitarbeiter, Taxi-Fahrer etc... Leider melden sich die Betroffenen fast gar nicht in der öffentlichen Diskussion. Weil sie zu erschöpft sind, in ihrem zweit oder dritt-Job rumwetzen, oder in der Schlange vom Amt stehen und Wohngeld beantragen.

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