Bundesverfassungsgericht habe Drogenkonsum verharmlost
Söder fordert Verbot von Haschisch

Eine «Null Toleranz»-Haltung gegenüber Drogen wie Haschisch und Marihuana will CSU-Generalsekretär Söder durchsetzen. Junge Menschen müssten geschützt werden.

HB BERLIN. Die CSU will nicht mehr zulassen, dass Haschisch und Marihuana konsumiert werden. Generalsekretär Markus Söder sagte «Bild am Sonntag»: «Sowohl beim Eigenkonsum als auch beim Handel mit Drogen muss wieder der Grundsatz 'null Toleranz' gelten.» Das Betäubungsmittelgesetz müsse schnellstens wieder verschärft und der Eigenverbrauch grundsätzlich verboten werden.

Söder argumentierte, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) von 1994, wonach der Eigenkonsum straffrei bleiben könne, habe negative Folgen gehabt: Zahlreiche Menschen hätten ihre Angst vor Drogen verloren. Die aus seiner Sicht als Verharmlosung wirkende Vorgabe des BVerfG habe dazu beigetragen, dass die Zahl junger Konsumenten von Haschisch und Marihuana massiv angstiegen sei. «Wir müssen unsere Kinder davor schützen und dürfen uns nicht mit Drogen arrangieren», sagte Söder dem Blatt.

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