Bundeswehr: Bundestag verlängert Bundeswehreinsatz in Mali

Bundeswehr
Bundestag verlängert Bundeswehreinsatz in Mali

Der Einsatz der Bundeswehr in Mali geht weiter. Die EU-Mission dient der Ausbildung malischer Streitkräfte. Ziel ist es, Stabilität und Sicherheit im westafrikanischen Land zu verbessern.
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BerlinDer Bundestag hat den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der EU-Mission in Mali verlängert. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mit großer Mehrheit für das neue Mandat, das eine weitere Beteiligung an der EU-Mission EUTM zur Ausbildung der Streitkräfte in dem westafrikanischen Land vorsieht. 516 Abgeordnete stimmten mit Ja, 61 mit Nein, drei enthielten sich. Neben den Koalitionsfraktionen Union und SPD stimmten auch die Grünen zu, die Linke ist gegen den Einsatz.

Ziel der Mission ist es, Stabilität und Sicherheit in Mali zu verbessern. Die Obergrenze für den Bundeswehr-Einsatz wird von derzeit 250 auf 350 aufgestockt. Ein Grund dafür ist, dass Deutschland ab August die Führung der Mission übernehmen soll und deswegen zusätzliche Aufgaben übernimmt. Das Mandat läuft bis Ende Mai 2016.

Derzeit sind etwa 150 Bundeswehr-Soldaten im Rahmen von EUTM Mali im Einsatz. Schwerpunkt ist die Ausbildung malischer Soldaten und die medizinische Versorgung für die EU-Mission. Die Bundeswehr ist in Mali außerdem im Rahmen der UN-Mission Minusma engagiert, zuletzt allerdings nur noch mit acht Soldaten.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Zu Jahresbeginn 2013 kämpften die Regierungstruppen des westafrikanischen Krisenlandes mit maßgeblicher Unterstützung der französischen Armee gegen verschiedene Islamisten-Gruppen aus dem Norden des Landes. Da die malischen Truppen als unzureichend ausgerüstet und schlecht organisiert galten, setzte die EU die Ausbildungsmission ein.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Man sollte wissen, dass Mali sehr bedeutend für Deutschland ist. Die Menge des aus Frankreich zurück geholte Goldes entsprach der Goldausfuhr Malis.

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