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Bundeswehr: Deutsche Truppen in Afghanistan werden massiv reduziert

Ende 2014 endet der Einsatz der Nato in Afghanistan. Darum will die Bundeswehr ihr Truppenkontingent am Hindukusch deutlich verkleinern. 1460 Soldaten sollen abgezogen werden.

Bundeswehrsoldaten sichern bei Nahr-i-Sufi nahe Char Dara die Suche nach einer IED (englisch: improvised explosive device, deutsch: USBV - Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung). Quelle: dapd
Bundeswehrsoldaten sichern bei Nahr-i-Sufi nahe Char Dara die Suche nach einer IED (englisch: improvised explosive device, deutsch: USBV - Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung). Quelle: dapd

BerlinDie Bundeswehrtruppe in Afghanistan soll bis Ende Februar 2014 von derzeit 4760 auf 3300 Soldaten verkleinert werden. Das schlugen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch vor. Das Kabinett soll noch im November darüber entscheiden, das letzte Wort hat dann der Bundestag.

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Die Abzugsplanung beruhe „auf einer begründeten, aber nicht grenzenlosen Zuversicht“, sagte de Maizière. Westerwelle sprach von einem „klaren Kurs der Verantwortung für unsere Soldaten und für Afghanistan“. Beide Minister betonten, dass auch die Opposition in die Erarbeitung des Vorschlags eingebunden wurde. „Das war keine Unterrichtung der Opposition, sondern das waren werbende und verhandelnde Gespräche“, betonte de Maizière. Der Afghanistan-Einsatz wird nur von der Linken grundsätzlich abgelehnt.

Bundeswehr

Die Nato will ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende 2014 nach 13 Jahren beenden. Der Abzug der internationalen Truppen wurde bereits 2010 beschlossen. Die Reduzierung des Bundeswehrkontingents von einst bis zu 5350 Soldaten begann vor knapp einem Jahr. Bereits Ende Januar sollen nur noch 4400 Soldaten im Land sein.

Das neue Mandat soll von Anfang Februar 2013 bis Ende Februar 2014 gelten - und damit einen Monat länger als bisher üblich. Damit soll dem neuen Bundestag, der im September 2013 gewählt wird, genug Zeit für eine Entscheidung gegeben werden. Zudem reicht der Termin relativ nah an die Präsidentschaftswahl in Afghanistan im April 2014 heran.

Auch in den Jahren ab 2015 sollen noch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan bleiben - vor allem zur Beratung und Ausbildung der afghanischen Armee. Ihre Zahl ist aber noch völlig offen.

 

  • 15.11.2012, 03:41 UhrHotSix

    Bundeswehr = Kanonenfutter und Testarmee für unsere Rüstungsindustrie. Ein Mordsgeschäft für ein paar wenige. Widerlich, Menschenverachtend dieses mittelalterliche Kriegsgehabe.

    Ich verstehe nicht wie sich 2012 immer noch Deppen dafür hergeben.

  • 14.11.2012, 22:37 UhrFrankie_Says_No_More_War

    Ja die liebe Bundeswehr sucht noch immer ihre Bestimmung. Das PG Battailon wo ich mal war, ist schon lange aufgelöst. Der Einsatz einer Armee, wenn man das Zielland auch sanft infiltrieren kann, ist wohl längst überholt. Afghanistan zeigt deutlich wo da die Grenzen sind, da helfen auch Drohnen nicht mehr weiter, sondern zeigen das Ende des Lateins überdeutlich. Bleibt also neben der Ostgrenze absichern, noch die zukünftige chinesische Gefahr in 20 Jahren übrig, wegen 100er Millionen zuviel Männern, die statt Sex dann eher Gewalt leben könnten in einer Armee und mal kurz die Welt vereinnahmen, falls das nicht eh bereits technologisch bis dahin passiert ist.

  • 14.11.2012, 20:56 UhrSayTheTruth

    Raus raus aus den Ländern ! Die Soldaten sollen Familie gründen und für mehr Kinder sorgen. Das ist jetzt viel wichtiger für Deutschland. Die jungen Männer sollen nicht verheizt werden sondern liebende Väter. Am besten 2-3 Kinder sonst sind die Deutschen bald Geschichte.

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