Bundeswehr
Experten sollen Wirtschafts-Kooperationen prüfen

Ursula von der Leyen will mit Missständen in ihrem Ministerium aufräumen. Nach den großen Rüstungsprojekten lässt die Verteidigungsministerin deshalb nun auch die Kooperationen mit der Privatwirtschaft prüfen.
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BerlinBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen lässt nach den großen Rüstungsprojekten auch die Gemeinschaftsunternehmen der Bundeswehr mit privaten Dienstleistern von externen Experten untersuchen. Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder habe eine entsprechende Untersuchung angeordnet, erfuhr das Handelsblatt (Mittwochausgabe) aus Ministeriumskreisen.

Betroffen sind der Fuhrparkservice der Bundeswehr, die Bekleidungsgesellschaft LHBw und die Wartungsgesellschaft HIL, die die Panzer des Heeres instand hält. Bis Ende Mai sollen das bundeseigene Beratungsunternehmen ÖPP Deutschland AG gemeinsam mit McKinsey und internen Beratern des Ministeriums neue, tragfähige Strategien für die drei Gesellschaften mit einem gemeinsamen Umsatz von 580 Millionen Euro erarbeiten.

Auslöser der Aufräumaktion unter den öffentlich-privaten Partnerschaften ist die teure Beinahe-Pleite der Bekleidungsgesellschaft LHBw, die bislang zu 74,9 Prozent den beiden privaten Partnerfirmen Lion Apparell und Hellmann Worldwide Logistics gehört. Die LHBw muss nach einer misslungenen Auslandsexpansion und massivem Missmanagement aufgefangen werden, die Kosten taxiert das Ministerium auf bis zu 60 Millionen Euro.

Von der Leyen hat angekündigt, mit Missständen in ihrem Ministerium konsequent aufzuräumen. Zuletzt war die CDU-Politikerin wegen ihres Umganges mit den Präzisionsproblemen des Sturmgewehres aber selbst in die Kritik geraten und muss am Mittwoch vor dem Bundestag Auskunft geben. „Wir werden am Mittwoch sehen, wie weit wir bei der Aufklärung mit normalen parlamentarischen Mitteln kommen“, sagte der Grünen-Verteidigungspolitiker Tobias Lindner dem Handelsblatt. „Schafft die Ministerin keine Transparenz, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Untersuchungsausschuss.“

Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

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  • Warum nur hier? Jedes Amt, Behörde usw. muss überprüft werden! Sieht man die Ergebnisse, muss man zum Schluss kommen: Überall wird so gearbeitet mit dem Ziel den Bürger, Steuerzahler massiv zu schädigen. Alles wird gemacht, weil man weiss: man kommt ungestraft davon und erhält unter Umständen noch einen Orden!

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