Bundeswehr-Gelöbnis
Rekruten geloben Tapferkeit störungsfrei

Ohne Störung durch Demonstranten haben 400 Bundeswehrrekruten am Montagabend vor dem weiträumig abgeriegelten Reichstagsgebäude ihr Gelöbnis abgelegt. Kanzlerin Merkel lobte in ihrer Rede vor den Rekruten den Mut der Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

HB BERLIN. Die jungen Männer sprachen: "Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen."

Rund 200 Demonstranten protestierten in einem Kilometer Entfernung gegen die Veranstaltung. Alles sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher zum Abschluss der Demonstration. Ein Protestzug In Richtung der Gelöbnisfeier war untersagt worden. Erlaubt war lediglich die Kundgebung am Potsdamer Platz - außer Sicht- und Hörweite vom Reichstagsgebäude. 1500 Polizisten waren im Einsatz.

Zum 65. Jahrestag des missglückten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 legten Politiker und Soldaten Kränze an Gedenkstätten beim Verteidigungsministerium und in Plötzensee nieder. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide CDU) würdigten den Widerstand gegen Hitler als Vorbild für die Bundeswehr und die ganze deutsche Gesellschaft.

In ihrer Rede zum traditionellen Gelöbnis von Bundeswehrrekruten vor dem Reichstagsgebäude in Berlin sagte Merkel am Montagabend: "Es waren leider nicht viele, die Männer und Frauen des deutschen Widerstands (...), die sich gegen den Nationalsozialismus aufgelehnt haben, aber diese wenigen haben unserem Land Würde und Ehre bewahrt." Sie seien "Vorbild, Leitbild und Verpflichtung". Merkel: "Der Respekt vor der Würde des Menschen überall auf der Welt bleibt für mich Kern unserer Politik."

Traditionell legen Rekruten der Bundeswehr im Gedenken an den militärischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg ihr Gelöbnis am Jahrestag des missglückten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 ab. Zum zweiten Mal wurde dafür der Platz vor dem Reichstagsgebäude genutzt, um die Verbindung von Bundestag und Bundeswehr zu symbolisieren. Weil in Deutschland die Volksvertreter die Mandate für Einsätze erteilen, wird die Bundeswehr auch Parlamentsarmee genannt. Rund 200 Demonstranten protestierten friedlich gegen die weiträumig abgeriegelte Veranstaltung. Die Berliner Grünen kritisierten die "hermetische Absperrung des Gelöbnisses von der Außenwelt". Damit sei es nicht öffentlich.

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