Bundeswehr
Jung: Afghanistan-Einsatz noch fünf bis zehn Jahre

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) geht davon aus, dass Streitkräfte und Polizei in Afghanistan in fünf bis zehn Jahren in der Lage sein werden, selbst für Sicherheit zu sorgen. Erst danach könne man über einen Abzug der Internationalen Schutztruppe Isaf sprechen.

HB BERLIN. Jung rechne damit, "dass dann die selbsttragende Sicherheit auch gewährleistet ist", sagte Jung am Dienstag im ZDF -"Morgenmagazin". Erst danach könne man über einen Abzug der Internationalen Schutztruppe ISAF sprechen. Auf einen genauen Zeitrahmen wolle er sich nicht festlegen.

Jung verabschiedet heute die schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr in ihren Afghanistan-Einsatz. Deutschland übernimmt am 1. Juli von Norwegen die Aufgaben der Quick Reaction Force (QRF), die die Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF im Norden des Landes absichern sollen. Es ist der erste deutsche Kampfverband der Bundeswehr in Afghanistan.

Jung betonte, der Einsatz deutscher Soldaten im Rahmen der schnellen Eingreiftruppe hänge von seiner Entscheidung ab. Bei der jetzigen Lage werde der Einsatz im Wesentlichen im Norden Afghanistans stattfinden, weil sich auch dort die Sicherheitslage verschärft habe. Einen QRF-Einsatz im Süden schloss der Minister nicht aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%