
HB BERLIN. Die Bundeswehr steht vor dem tiefgreifendsten Umbruch in ihrer 55-jährigen Geschichte. Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Wehrpflicht aussetzen und die Bundeswehr um ein Drittel verkleinern. Die Bundeswehr solle kleiner, aber besser werden, sagte Guttenberg nach einer Unterrichtung der Fachpolitiker von Union und FDP am Montag in Berlin. Schließlich bezog er Position: Die Empfehlung seines Hauses sei „tatsächlich das sogenannte Modell 4“, sagte er.
Das einzige ernstzunehmende Konkurrenzmodell sieht eine Armee mit 210 000 Soldaten, davon 30 000 Wehrpflichtige, vor. Andere Optionen wie etwa die Verkleinerung der Bundeswehr auf nur noch 150 000 Soldaten haben dagegen keine Chance. Guttenberg will die Bundeswehr mit der Reform leistungsfähiger, effizienter, moderner und kompakter machen. Ihre Rolle in der Nato soll nach seinen Vorstellungen nicht geschwächt, sondern gestärkt und die Einsatzfähigkeit deutlich erhöht werden. Derzeit können nur 7 000 bis 8 000 Soldaten in Auslandseinsätze geschickt werden.
Eine Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz lehnt Guttenberg jedoch ab. Er begründete das damit, dass man die Entwicklung der Sicherheitslage nicht absehen könne und deswegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht möglich bleiben müsse. „Ich wundere mich immer wieder über den einen oder anderen Schlaumeier, der weiß, wie in 20 Jahren die Welt aussieht“, sagte der Minister.
Guttenberg versicherte wieder, es werde keine Bundeswehr nach Kassenlage geben. Es gehe nicht nur um das Erreichen von Sparzielen, sondern um die Sicherheit des Landes. Doch er fügte hinzu, auch mit dem Modell vier habe er „die Möglichkeit, ganz erhebliche Entlastungen zu schaffen“.
Die Wehrpflicht war schon immer ungerecht und ist heute noch viel ungerechter. Es werden heute nur ganz wenige überhaupt zur Musterung bestellt. Die meisten machen gar nix.
Alle diejenigen die keinen Wehrdienst oder Sozialen Dienst ableisten, sollten eine entsprechende Abgabe bezahlen müssen. bei 6 Monaten Dienst z.b. 6000€ in Raten bis zum 35. Lebensjahr. Ausgenommen ab 50% Schwerbehinderung.
Schliesslich haben die jungen Männer auch einen entsprechenden Lohnausfall.
Statt Wehrpflicht: CDU-Politiker wollen neuen Zwangsdienst einführen
Der bisherige Wehrdienst muss als Pflichtdienst neu definiert werden mit anderen Vorzeichen: bisheriger Ersatzdienst in Sozialfunktionen, THW usw. muss größte Priorität haben. Für Mädchen genau so wie für Jungen. Als Alternative die bundeswehr. Dauer jeweils: 1 Jahr!
So kommen arbeitslose Jugendliche an sinnvolle beschäftigungen und die an Personalnot leidenden sozialen Einrichtungen an Mitarbeiter.
am 12.08. 18:46 hatte ich diesen Kommentar schon mal an das Handelsblatt gesendet. Schön, dass das auch gelesen wird.
„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“
John F. Kennedy
@ Zeitzeuge.
Nun wie mir scheint haben sie scheinbar schlechte Erfahrung mit Jugendlichen gesammelt. Aber ich kann ihnen versichern, dass der Großteil der Jugendlichen/ Jungen Erwachsenen heutzutage sehrwohl pünktlich, zuverlässig, diszipliniert, höflich usw. sein können. Auch anno damals wurde bereits über die ach so "faule Jugend" gelästert, seitdem hat sich diesbezüglich nichts verändert. Es bleibt eben meist das subjektiv betrachtet Negative hängen, somit neigen wir dazu die eigene bzw. ältere Generation als besser darzustellen. Dem ist aber wirklich nicht so. Leider wird ja heutzutage nur über die schlechten Tugenden der Jugend in den Medien berichtet, seltenst wird ein Lob ausgesprochen! Doch sehrwohl hätten Einige ein Lob verdient!
Schließlich muss man auch noch andere Umstände mit einbziehen. Es muss nur einmal die Arbeitssituation betrachtet werden, Stichwort: Zeitverträge. Dies ist nur ein beispiel von vielen, die das bild von der Zukunft für die Jugendlichen trübt.
bei der heutigen Jugend wird sehr wenig toleriert, eine Art Perfektionismus wird verlangt, der kein Mensch auf Dauer gerecht werden kann. Noch dazu gepaart mit Vorurteilen die zum größten Teil nicht zutreffen.
Noch zu ihrem beispiel von Herrn bohlen. ich kenne doch sehr wenige Junge Menschen die einen derartigen Menschen als Vorbild nehmen würden oder ihn gar bewundern würden. ich für meinen Teil verabscheue solch dumme TV inhalte und derren Gestalter.
Mit freudlichem Gruß,
ein 22-jähriger Handelsblatt Leser
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