Bundeswehr
Trauer um in Afghanistan getötete Soldaten

Bei einer ökumenischen Andacht hat die Bundeswehr am Donnerstag im thüringischen Bad Salzungen drei in Afghanistan getöteten Soldaten die letzte Ehre erwiesen. Sie waren am 23. Juni bei einem Feuergefecht mit den Taliban nahe Kundus in einem Transportpanzer ums Leben gekommen.

HB BAD SALZUNGEN. 900 Menschen, darunter Angehörige der aus Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt stammenden Soldaten, nahmen in der Stadtkirche Abschied von den 21 und 23 Jahre alten Männern.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte: "Wir trauern und sind tief erschüttert über den Verlust dieser guten Soldaten. Er führt uns deutlich vor Augen, welch hohen Preis wir zahlen, damit wir in Deutschland in Frieden und Freiheit leben können." Er bekräftigte die Notwendigkeit des Afghanistan-Einsatzes und mahnte erneut mehr Unterstützung der Gesellschaft für den schweren Auftrag der Soldaten an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte am Donnerstag im Bundestag den Afghanistan-Einsatz trotz der steigenden Zahl getöteter Soldaten. "Wir stehen hier weiterhin vor großen, vor schwierigen und vor gefährlichen Herausforderungen", sagte Merkel in Berlin. "Aber ich sage auch: Ziel und Strategie des Einsatzes der NATO und unseres zivilen Engagements sind ohne vernünftige Alternative."

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