Bundeswehrreform
De Maiziere will erst im Herbst über Standorte entscheiden

Die Bundeswehrreform wird sich laut Verteidigungsminister de Maiziere um mehrere Monate verzögern. Denn welche Bundeswehrstandorte schließen, will der Verteidigungsminister erst im Oktober oder November entscheiden.
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BerlinDie Bundeswehrreform wird sich nach Angaben von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere um mehrere Monate verzögern. Die Überprüfung, welche der knapp 400 Bundeswehrstandorte geschlossen werden sollen, werde bis Oktober oder November dauern, sagte de Maiziere der „Sächsischen Zeitung“ vom Freitag. Ursprünglich sollte bis Juni eine Entscheidung fallen.

Als Grund für die Verzögerung führte der CDU-Politiker den Amtswechsel im Ministerium nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg an. „Zunächst muss ich einen Gesamtumfang für die Bundeswehr der Zukunft festlegen, der sicherheitspolitisch begründet, nachhaltig finanzierbar und mit der demografischen Entwicklung vereinbar ist. Das dauert bis Juni“, sagte er. Erst danach könne über die Standortfrage entschieden werden. „Fest steht: Zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Standort sicher oder unsicher“, sagte der Minister.

In den Ländern regt sich bereits Widerstand gegen die Schließung von Kasernen. Wesentlicher Bestandteil der Reform ist die Aussetzung der Wehrpflicht, wodurch die Truppe von derzeit 230.000 Soldaten deutlich verkleinert werden soll. Die künftige Größe soll höchstens 185.000 Soldaten umfassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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