Bundeswehrreform
Länder erwarten schmerzhafte Einschnitte

Die Bundesländer befürchten tiefe Einschnitte durch die Bundeswehrreform. Ostdeutschland pocht auf die Akzeptanz der Strukturnachteile. Niedersachsens Ministerpräsident fordert Konversionshilfen.
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BerlinDie Länder befürchten drastische Einschnitte bei den Militärstandorten durch die geplante Verkleinerung der Bundeswehr auf maximal 185.000 Mann. Das zeigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd in den Ländern kurz vor der Entscheidung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) über die erwartete Schließung dutzender Standorte. Während sich Länder mit einer überdurchschnittlichen Stationierungsdichte wie Schleswig-Holstein auf „deutliche“ Einschnitte gefasst machen, herrscht etwa in Sachsen Hoffnung, weitgehend verschont zu bleiben.

Vor allem in Ostdeutschland mahnt die Politik, die strukturpolitischen Auswirkungen nicht zu vernachlässigen. Anders als viele westdeutsche Bundesländer seien die Streitkräfte an manchen Orten der einzig relevante Wirtschaftsfaktor. De Maizière wird seine Entscheidungen über die Zukunft der rund 400 Bundeswehrstandorte am Mittwoch bekanntgeben.

Kleine Standorte bedroht

In Bayern, dem Bundesland mit den meisten Bundeswehrstandorten, gibt es die Sorge, dass es ein Fünftel der Beschäftigten treffen kann. Insgesamt arbeiten im Freistaat 49.000 Menschen im militärischen und zivilen Bereich für die Bundeswehr. An rund 20 Standorten sind heute bereits weniger als 100 Menschen beschäftigt. Gerade viele dieser kleinen Standorte sind nach Meinung von Beobachtern von der Schließung bedroht.

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