Bundeswehrverband: Soldaten sind "begeistert" von neuer Ministerin

Bundeswehrverband
Soldaten sind "begeistert" von neuer Ministerin

Mit packenden Worten zum Amtsantritt hat die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Herzen der Truppe bereits gewonnen. Jetzt fehlen nur noch Taten - und die Erwartungen der Soldaten sind hoch.
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BerlinDer Vorsitzendes des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, setzt große Hoffnungen in die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Sie habe bei ihrem Amtsantritt die richtigen Worte gefunden, schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" vom Samstag. "Die Angehörigen der Bundeswehr sind begeistert." Die Ministerin habe die teils wunde Seele der Truppe gestreichelt. Worte wie Respekt, Dank, Lob und Anerkennung sowie Begriffe wie "moderne und schlagkräftige Bundeswehr" oder "Attraktivitätsoffensive" wecken laut Wüstner die Hoffnung, dass nach "endlos scheinenden Jahren" der Kostenorientiertheit und Konzentration auf organisatorische Abläufe "nun endlich der Mensch" in den Mittelpunkt rücke.

"Lässt sie ihren Worten Taten folgen, setzt sie ihre Ankündigungen um, dann kann sie nicht nur der in der Medienwelt benannte Star des Kabinetts sein. Dann wird sie der Star der Bundeswehrangehörigen und ihrer Familien", schrieb Wüstner weiter. "Wenn sie es durchhält, dass sie den Menschen weiterhin nicht nur als Mittel, sondern 'im Mittelpunkt' sieht, wenn sie um ihre neu formulierten Ziele ringt und alles oder nur einiges erreicht - dann hätte sie dennoch mehr erreicht als ihre Vorgänger", prognostizierte Wüstner.

Von der Leyen sei durchsetzungsstark und ein Schwergewicht im Kabinett, meinte Wüstner. Sie werde in der Regierung erläutern können, "dass der Haushalt der Bundeswehr in den nächsten Jahren nicht nur aufgrund steigender Betriebskosten nach oben angepasst werden muss", zeigte er sich optimistisch. Der 39-jährige Oberstleutnant ist seit November Chef der Interessenvertretung der Bundeswehrsoldaten.

Doch die Erwartungen an die neue Ministerin sind hoch. Vor dem Jahreswechsel hatte der Verband Nachbesserungen an der Bundeswehrreform gefordert und darauf hingewiesen, dass von der Leyen angesichts zahlreicher Aufgaben nicht die übliche Schonzeit von drei Monaten haben werde. „Eigentlich hat sie keine 100 Tage, weil eben so viele Herausforderungen vor der Tür stehen: Afghanistan, die Neuausrichtung selbst und vieles mehr.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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