Bundesweite Fahndungsaktion mit 1000 Beamten
Großrazzia bei Islamistenverband

Staatsanwaltschaft, Kriminalpolizei und Steuerfahndung ermitteln zurzeit bundesweit gegen den Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. Es besteht der Verdacht der Steuerhinterziehung.

HB DÜSSELDORF. Das bestätigte der Pressesprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Günther Feld, dem Handelsblatt. Nach Informationen der Zeitung aus Steuerfahnderkreisen soll es dabei um hinterzogene Beträge in einer Großenordnung von über 10 Millionen Euro gehen. Die Großrazzia wird in einer koordinierten Aktion in verschiedenen Bundesländern durchgeführt. Dazu gehören sowohl Nordrhein-Westfalen wie auch Bayern. Der Verband der Islamischen Kulturzentren hat seinen Sitz in Köln.

Bei den Taten soll es sich um systematischen Betrug durch Lebensmittelverkäufe handeln. Der gemeinnützige Verein, der als solcher keine gewinnbringenden Geschäfte betreiben darf, soll über Jahre als Großhändler Waren an verschiedene Abnehmer geliefert haben und das vereinnahmte Geld nicht versteuert haben. Nach Informationen des Handelsblatts sind rund 1000 Beamte im Einsatz. Es werden Durchsuchungen durchgeführt sowie Beschlagnahmen und Sicherstellungen. Ob auch Verhaftungen zu erwarten sind, ließ Staatsanwalt Feld offen. „Das kann ich weder bestätigen noch dementieren“, sagte er.

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