Bundesweite Proteste
Länder wollen mit Ärzten verhandeln

Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hat nach tagelangen Ärzteprotesten die Gewerkschaften zu Verhandlungen aufgefordert. Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur, über Fragen der Arbeitszeit seien die Länder verhandlungsbereit.

HB BERLIN. Möllring warf der Gewerkschaft Verdi vor, sich Gesprächen zu verweigern. Auch der Marburger Bund sei in jüngster Zeit nicht auf die Länder zugekommen.

Für die von den protestierenden Ärzten der Unikliniken heftig kritisierten Arbeitsbedingungen sei allerdings oft die jeweilige Klinikleitung zuständig. Das betreffe auch das Gehaltsgefälle zwischen Chefärzten, Oberärzten und Assistenzärzten und die Frage der Befristung von Arbeitsverträgen. Den Vorwurf des Lohnraubes von Seiten der Ärzte aufgrund der Erhöhung der Arbeitszeiten und der Streichungen von Weihnachtsgeldern wies Möllring zurück: „Wir können nicht anders, weil wir unsere staatlichen Finanzen sanieren müssen.“ Eine eigene Tarifordnung für die Ärzte lehnte Möllring ab.

Seit Montag protestieren bundesweit tausende Ärzte gegen Arbeitsbedingungen, -zeiten und -entlohnung. Die Ärzte in Universitätskliniken müssen bis zu 42 Stunden arbeiten. Die Arbeitszeit ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder waren im Frühjahr gescheitert. An diesem Freitag ist ein zentraler Protesttag in Berlin geplant.

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