Bundesweite Razzia
Finanzaffäre bei der Seniorenpartei „Die Grauen“

Von einer Seniorenpartei nimmt der Wähler gemeinhin an, bei ihr wäre mit den Finanzen alles in bester Ordnung. Doch offensichtlich weit gefehlt: Die Staatsanwaltschaft wirft der Spitze der „Grauen“ vor, sich mit veritablen Fälschungen staatliche Zuwendungen erschlichen zu haben.

HB WUPPERTAL. Wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Mittwoch mitteilte, wird gegen die 82- jährige Gründungsvorsitzende Trude Unruh und vier weitere Beschuldigte wird wegen Betruges ermittelt. 60 Beamte hätten am Mittwoch bei einer Razzia in sechs Städten in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern 22 Objekte durchsucht. Dabei habe es sich um Geschäftsräume der Partei und ihr nahe stehender Stiftungen und Vereine sowie um Privatwohnungen der Beschuldigten gehandelt.

Diese sollen gegen das Parteiengesetz verstoßen und Gelder vom Bundestag erschlichen haben. So sollen gefälschte Spendenquittungen eingereicht und Parteisitzungen zu Weiterbildungsveranstaltungen umdeklariert worden sein, um staatliche Subventionen zu erschleichen. In Einzelfällen seien auch Gelder für erfundene Veranstaltungen beantragt worden. Die Ermittlungen seien durch eine Strafanzeige der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Partei in Nordrhein- Westfalen ausgelöst worden. Die Partei kündigte eine Stellungnahme an.

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