Bundeswirtschaftsminister
Glos: Öl-Gipfel wirkt sich nicht kurzfristig aus

Ungeachtet des erneut gestiegenen Ölpreises will Bundeswirtschaftsminister Michael Glos den Öl-Gipfel vom Wochenende als einen Erfolg werten. "Das ist mit dem Ölhahn nicht so wie mit dem Wasserhahn, dass man kurz aufdreht und wieder zudreht und dann die Wirkung sofort da ist", sagte Glos.

HB BERLIN. Auch wenn der Ölpreis weiter zugelegt habe, sei es wichtig gewesen, dass Saudi-Arabiens König Abdullah zu dem Gipfel eingeladen und damit einen Dialog zwischen den großen Ölförder- und Ölverbraucherländern eingeleitet habe, sagte Glos am Montag in der ARD.

Auch andere arabische Ölförderländer hätten erkennen lassen, dass sie dem Beispiel von Saudi-Arabien folgen und ihre Förderung ausweiten könnten. Allerdings warnte Glos, ganz kurzfristig werde man wohl davon noch nichts spüren.

Ein wesentlicher Grund für die kräftig gestiegenen Spritpreise sei, dass über Jahre zu wenig investiert worden sei, und zwar nicht nur in Förderung und Erschließung neuer Ölvorkommen, sondern auch in Raffinerien.

Öl und Gas seien zudem im Grundsatz knappe Güter. Daher müsse die Energieeffizienz gesteigert werden. Das verlangten auch die Förderländer von den großen Verbraucherländern. Glos warnte davor, dass die hohen Öl- und Gaspreise die Gefahr noch steigerten, dass vermehrt Treibstoff aus Pflanzen gewonnen wird und diese dann in geringerem Umfang der Nahrungsmittelproduktion dienten. Daher treffe der Ölpreisanstieg ganz besonders die armen Länder.

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