Bus und Bahn
Neue Passagierrekorde im Nahverkehr

Die Passagierzahlen im deutschen Nahverkehr steigen immer weiter – trotz GDL-Streik werden neue Rekordzahlen vermeldet. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen fordert dringende Milliardeninvestitionen.
  • 0

BerlinDer Nahverkehr in Deutschland wächst weiter und erreicht trotz der Bahn-Streiks Rekorde. Fast zehn Milliarden Passagiere seien 2014 mit Bussen und Bahnen unterwegs gewesen, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag in Berlin mit.

„Ohne die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL hätten wir im vergangenen Jahr die Zehn-Milliarden-Marke bei den Fahrgastzahlen deutlich überschritten“, sagte VDV-Präsident Jürgen Fenske. Die 9,95 Milliarden Passagiere hätten einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zu 2013 entsprochen.

Dabei sei 2014 auch wegen milder Wintermonate und des stark wachsenden Fahrradverkehrs für die Nahverkehrsunternehmen vergleichsweise schwierig gewesen. Die Ticket-Einnahmen stiegen um drei Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Die Fernbusse sind in diesen Zahlen nicht eingeschlossen.

Während die Passagierzahlen in ländlichen Gebieten vor allem wegen geringerer Schülerzahlen leicht zurückgingen, wächst der Pendlerverkehr vor allem in den Ballungsräumen ungebremst. Viele Unternehmen und die Infrastruktur dort seien mittlerweile an der Belastungsgrenze, erklärte der VDV. Der Verband verlangt daher vom Bund, den Investitionsstau von rund vier Milliarden Euro aufzulösen. Dafür müsse das angekündigte Milliarden-Programm von Finanzminister Wolfgang Schäuble genutzt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bus und Bahn: Neue Passagierrekorde im Nahverkehr"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%