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07.06.2008 

Wenn US-Präsident George W. Bush auf seiner Europatour kommende Woche einen Zwischenstopp in Meseberg einlegt, ist es sein fünfter Aufenthalt in Deutschland seit seinem Amtsantritt 2001.

Mai 2002: Bushs erster Besuch in Berlin verlief bei weitem nicht so ungetrübt wie erhofft. Zwei Tage lang demonstrierten zigtausende Menschen in der Hauptstadt und anderen deutschen Städten gegen den sich damals schon abzeichnenden Irak-Krieg. Die als historisch angekündigte erste Rede eines US-Präsidenten vor dem Deutschen Bundestag erntete nur höflichen Applaus. Bush wiederum konnte sich nicht dazu durchringen, beim Abendessen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dessen Leibspeise, eine Currywurst, zu bestellen.

Februar 2005: Im Mainzer Schloss versuchten Bush und Schröder, ihr durch den Irak-Krieg beschädigtes Verhältnis wenigstens notdürftig zu reparieren. Draußen hielten scharfe Sicherheitsvorkehrungen die Demonstranten auf Abstand. Selbst drinnen fehlten für eine freundliche Stimmung die Requisiten. Schröder musste seinen Toast auf die deutsch-amerikanische Freundschaft aussprechen, ohne das Glas zu erheben: Am Stehpult für die Tischrede stand keines bereit.

Juli 2006: Ganz privat gestaltete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren ersten Empfang für Bush. Sie lud den US-Präsidenten zum Grillabend ins ehemalige DDR-Vorzeigedorf Trinwillershagen ein. Bush tat sich am Wildschwein gütlich und fragte die Gäste über ihr früheres Leben hinter dem Eisernen Vorhang aus. Lokalpolitiker von SPD und Linkspartei boykottierten die teuerste Grillparty in der Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Der Polizeieinsatz zum Schutz der anderthalbtägigen Visite kostete knapp 15 Millionen Euro.

Juni 2007: Als Teilnehmer des G-8-Gipfels zeigte sich Bush in Umweltfragen erst unversöhnlich. Am Ende konnte Gastgeberin Merkel in Heiligendamm aber doch verkünden, auch die USA seien zur Verpflichtung auf Klimaschutzziele bereit. Der russische Präsident Wladimir Putin wiederum brachte Bush in die Defensive, indem er ihm unangekündigt eine Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr vorschlug. Zu diesem Zeitpunkt hatte der US-Präsident gerade erst eine nächtliche Magenverstimmung überwunden, an der seinem Stab zufolge ein Virus schuld war.

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