Business Monitor: Top-Manager geben die FDP verloren

Business Monitor
Top-Manager geben die FDP verloren

Die Liberalen verlieren ihre Kernwähler: Zwei Drittel der Topmanager sprechen der FDP eine Zukunft ab. Grund für die Misere sei die eklatante Führungsschwäche von Parteichef Rösler. Aber es gebe eine Alternative.
  • 10

FrankfurtDer FDP droht aus Sicht der Führungskräfte in Deutschland der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, für die das Marktforschungsunternehmen Forsa im Auftrag des Handelsblatts 619 Topmanager der obersten Führungsebene vom 17. Januar bis 2. Februar telefonisch interviewt hat (Handelsblatt Montag-Ausgabe). Annähernd zwei Drittel (62 Prozent) sind der Meinung, die FDP habe keine politische Zukunft. Während bei der letzten Bundestagswahl noch 31 Prozent der befragten Manager nach eigenen Angaben FDP gewählt haben, würden das heute gerade noch zehn Prozent tun. 

„Wenn man zwei Drittel seiner Stammwähler verliert, muss man schon sehr viel falsch gemacht haben“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem Handelsblatt. Das habe schon unmittelbar nach dem großen Wahlerfolg im September 2009 begonnen, als Westerwelle das Amt des Außenministers übernahm. „In diesem Amt aber konnte und kann man wenig für die Interessen der überwiegend mittelständischen FDP-Wähler tun“, sagt Güllner. 

Die Krise der Partei ist aus Sicht der Wirtschaftselite vor allem auf das Führungspersonal der FDP zurückzuführen, das meinen 70 Prozent der Befragten. Folglich trauen sie es dem aktuellen Parteivorsitzenden Philipp Rösler nicht zu, die Partei aus der Krise zu führen: 85 Prozent der Spitzenmanager sind überzeugt, ein anderer FDP-Vorsitzender wäre besser geeignet. Wenn es einer kann, dann Rainer Brüderle, sagen 44 Prozent aus dieser Gruppe.

Kommentare zu " Business Monitor: Top-Manager geben die FDP verloren"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die CDU/CSU die SPD und die Grünen nehmen das Geld der Industrie, was die FDP bis jetzt abgesahnt hat auch gern.

  • Dann flasht man vorallem täglich auf der Website des Handelsblatts herum!!! Schlechte Regie, Flash!

  • Wir brauchen keine liberale Partei! Wir leben in einer globalisierten Welt. Die liberale Marktwirtschaft lächzt bis alles privatisiert ist und dann? Wir brauchen keine liberale Partei - der NEO-liberalismus ist peinlichst gescheitert. Nun wächst sogar in den USA der Sozialismus, siehe Hilfsprogramme. Was SOLL dieses Pseudo-Affentheater von infantilen Schimpansen??

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%