Castor-Transporte
Umweltministerium will Atommüll breiter verteilen

Wohin mit dem Atommüll? Kein Bundesland ist scharf darauf, die radioaktiven Abfälle zwischenzulagern. Doch nun sieht es so aus, dass Umweltministerin Hendricks dafür vier Länder im Auge hat - mehr als bisher bekannt.
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BerlinBundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) prüft offenbar, die noch ausstehenden 26 Castoren mit deutschem Atommüll auf vier Bundesländer zu verteilen.

Die radioaktiven Abfälle würden „in voraussichtlich vier Transportkampagnen“ auf Zwischenlager in verschiedenen Ländern verteilt, teilte Umweltstaatssekretär Florian Pronold in der Fragestunde des Bundestags mit. Das könnte darauf hindeuten, dass nicht wie bisher drei Bundesländer in die Pflicht genommen werden sollen, sondern vier.

„Das Bundesumweltministerium muss jetzt wirklich liefern“, sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl, dem Handelsblatt. „Das Problem wurde schon viel zu lange verschleppt. Und es darf bei der Problemlösung auch keine falsche Rücksicht mehr auf Bayern nehmen, das sich bislang in der Standortfrage unsolidarisch und rückgratlos aus der Verantwortung stiehlt.“

Bislang bereit stehen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg als Empfänger fest. Auch Hessen hatte sich zuletzt bereit erklärt, einen Anteil zu übernehmen. Die Grünen sehen seit langem Bayern in der Pflicht.

Silke Kersting
Silke Kersting
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • Solle sie doch den Atimmüll im Reichstag lagern. Da ist er gut aufgehoben

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