CDU büßt im Ruhrgebiet 7,1 Prozentpunkte ein
SPD überholt im Ruhrgebiet CDU

Die SPD hat bei der Kommunalwahl im Ruhrgebiet die alte Ordnung wieder hergestellt und die CDU überholt. Allerdings hat auch sie Stimmen verloren.

HB ESSEN. Allein kann die SPD fast nirgends regieren. Die Unzufriedenheit dürfte sich jedoch in Grenzen halten. Denn bei der Wahl vor fünf Jahren hatte sich die politische Landkarte im Revier durch Siege der CDU schwarz gefärbt. Am vergangenen Sonntag musste die CDU nun jedoch Stimmenverluste von bis zu zehn Prozentpunkten verkraften.

Die CDU büßte im Vergleich zu ihrem historischen Hoch von 1999 im nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt 6,9 Punkte ein, im Ruhrgebiet sind es 7,1. Damit kommt sie im "Pott" auf ein Gesamtergebnis von nur noch 36,6 Prozent. Die SPD verliert weniger stark als im Land: Mit 39,3 Prozent bleibt sie zwar unter dem 1999 erreichten Ergebnis von 40,9 Prozent, büßt allerdings nur 1,6 Prozentpunkte ein. Landesweit verlor die SPD 2,2 Prozentpunkte.

Stärkste Kraft ist die CDU noch in den kreisfreien Städten Essen, Hamm und Hagen und in den Kreisen Wesel und Recklinghausen. In Dortmund und Bochum gelten rot-grüne Koalitionen als sicher. In Hagen können weder CDU noch SPD durch Koalitionen mit FDP oder Grünen die absolute Mehrheit gewinnen. Auch in Essen, wo die CDU unter CDU- Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger trotz hoher Verluste mit fast 40 Prozent stärkste Kraft blieb, müssen für stabile Verhältnisse mehrere Partner zusammenkommen.

In Gelsenkirchen ziehen sieben Gruppierungen ein. Neben SPD, CDU, FDP und Grüne gesellen sich PDS, Republikaner und Wählergemeinschaften. Rot-Grün hätte 32 von 66 Sitzen. Grün hat bereits Interesse signalisiert.

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