CDU-Chefin Merkel erwartet "Signal der Geschlossenheit"
Union streitet über Kanzlerkandidaten-Frage

Am Tag vor der Wiederwahl der CDU-Chefin diskutiert die Union die Frage, ob das Ergebnis dieser Wahl als Hinweis gelten kann - als Ja oder Nein zu einer Kanzlerkandidatur Merkels.

HB BERLIN. Innerhalb der Union gibt es kurz vor dem CDU-Bundesparteitag in Düsseldorf Diskussionen um die Frage, wer 2006 Kanzler Gerhard Schröder (SPD) herausfordern soll. Führende CDU-Politiker sagten der Nachrichtenagentur dpa, sollte CDU-Chefin Angela Merkel bei ihrer Wiederwahl am Montag ein «sehr gutes Ergebnis» erhalten, wäre das ein Signal dafür, dass sie die Wunschkandidatin der Union für das Amt des Bundeskanzlers sei.

Brandenburgs CDU-Vorsitzender Jörg Schönbohm sagte zur Frage, ob das Parteitags-Ergebnis die Kandidatenfrage beeinflusse: «Natürlich. Ein solches Resultat wird dazu immer beitragen.» Auch der CDU-Arbeitsmarktexperte Karl-Josef Laumann sagte der dpa: «Wenn sie beeindruckend wiedergewählt wird, befördert das die Diskussion auch in eine bestimmte Richtung.» Beide gehen von einem überzeugenden Ergebnis für Merkel aus.

Dagegen sagte CSU-Generalsekretär Markus Söder, ganz egal, wie die Wiederwahl Merkels zur CDU-Chefin ausgehe, könne das Ergebnis keine Vorentscheidung sein. Er bekräftigte die Abmachung der Union zur Frage der Kanzlerkandidatur: «CDU und CSU sind sich einig, dass die K-Frage Anfang 2006 gemeinsam entschieden wird. Er rechne mit einem »sehr guten Ergebnis« für Merkel und einem »klaren Signal des Aufbruchs« für die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im nächsten Jahr.

Merkel selbst erwartet vom Parteitag »ein Signal der Geschlossenheit«. Vor zwei Jahren in Hannover hatte Merkel eine Zustimmung von 93,7 Prozent erhalten. Das war nur leicht schlechter als ihr Ergebnis bei ihrer ersten Wahl 2000.

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