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CDU-Familienministerin: Schröder meldet unliebsame Twitterer an das BKA

Die Debatte um das Anti-Feminismus-Buch von Familienministerin Schröder wird immer bizarrer. Erst wirft die Rolle der Co-Autorin Fragen auf, dann sorgt die Ministerin selbst für Aufregung.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Quelle: dpa
Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Quelle: dpa

BerlinBundesfamilienministerin Kristina Schröder gerät wegen ihres Buches zunehmend in die Kritik.  Zum einen verlangen SPD und Grüne von der CDU-Politikerin Aufklärung über die Rolle der Co-Autorin der Veröffentlichung „Danke, emanzipiert sind wir selber!“. Caroline Waldeck arbeitet als Referatsleiterin im Ministerium. Zum anderen sorgt für Unmut, dass Schröder im Zusammenhang mit ihrer Buchvorstellung am Dienstagabend in Berlin Twitter-Tweets dem Bundeskriminalamt gemeldet hat.

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Offenbar hatte Schröder mit Protesten gerechnet und deshalb über entsprechende Aufrufe beim Kurznachrichtendienst Twitter das BKA informiert. Das geht aus Äußerungen der CDU-Politikerin in einem einem NDR-Radiobeitrag hervor. Am Abend der Veranstaltung hat die Ministerin demnach gesagt: „Ich habe auf Twitter mitbekommen, dass dazu aufgerufen wurde, zu kommen. Das war schon mit einem gewissen Unterton: ‚Wollen wir morgen zu Frau Schröder gehen’. Und da hab ich mir schon gedacht, dass das welche sein werden, die auch ein bisschen reinrufen. Ich habe das zumindest ans BKA weitergegeben, so zur Sicherheit."

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Als Familienministerin hat Kristina Schröder wenig erreicht.

Kristina Schröder: Die Anti-Emanze

Bei Piraten und Grünen stieß der Vorgang auf scharfe Kritik. „Kristina Schröder versucht das BKA dafür zu missbrauchen, sich ohne äußere Kritik zu inszenieren“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, Handelsblatt Online. „Da wird das BKA aber viel zu tun haben, denn bei Twitter gibt es kaum Zuspruch für die angeschlagene Ministerin.“  Warum stelle sich die CDU-Politikerin nicht bei Twitter der Kritik?, fragte Beck. „Ein kleiner shitstorm? Da muss man als Politiker mal durch. Gerade wenn man selbst emanzipiert ist.“

Die politische Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, sagte, das BKA sei mit wichtigen Ermittlungen in Deutschland betraut. „Es kann nicht angehen, dass diese Behörde Tweets nachgehen soll, weil die Familienministerin bei ihrer privaten Buchvorstellung nicht gestört werden möchte.“

Schröders Sprecher, Christoph Steegmans, wies die Kritik zurück. „Es ist natürlich völlig albern, den Hinweis auf eine Twitter-Information als Einschaltung einer Ermittlungsbehörde zu bezeichnen“, sagte Steegmans Handelsblatt Online. „Die Gelassenheit, mit der Kristina Schröder im Saal auf die Twitter-Aktivistinnen reagiert hat, belegt ja gerade die Vertrautheit der Ministerin mit den neuen Medien.“ Das BKA sagte auf Anfrage von Handelsblatt Online dazu: „Wir kommentieren den Sachverhalt nicht.“

Schröders Baustellen Streitfälle und Fehlschläge

  • Schröders Baustellen: Streitfälle und Fehlschläge
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  • 30.04.2012, 00:01 UhrAbersagenistnotwendig

    Na scheinbar hat das mit der linken Gehirnwäsche in der DDR genauso wenig funktioniert wie die rechten stammtischeinsätze bayrischer Politiker. Fakt ist ( gerne hier ein Wendebonmot) die Kitas sind unterfinanziert (BRD) wie sie es in der DDR niemals waren und zuweilen habe ich durchaus den Eindruck, dass die Kitas dr DDR zu den wenigen guten Dingen gehört haben die es in diesem freiwillig aufgelösten anderen deutschen Staat gab....aber sicher war die DDR nicht Kombodscha, sicher werden unsere ach so freien Westkinderlein ganz freiwillig tagtäglich der marktgerechten Konsumpropaganda internationaler Konzerne ausgesetzt...und dann gibts ja auch noch religiöse Spinner die der Durchschnittsdeutsche eher in afghanistan unter den Taliban vermuten würde. Will sagen: viele Menschen die durch Klosterschwestern mit Religion in Kontakt kommen mußten, haben als Erwachsene ihre Spiritualität gegen Esoterik oder die Abwesenheit jeglicher religiöser Empfindung getauscht. WahrlichIchsageDir: denken hilft!

  • 22.04.2012, 19:15 Uhrmono

    "Schröder meldet unliebsame Twitterer an das BKA"

    Das erinnert ja an düsterste Zeiten. Da wird nicht nur der politische Gegner, sondern sogar schon der "potentiell" politische Gegner von einem Mitglied der Regierung implizit kriminellen Handelns bezichtigt. Generalverdacht.

    Die Dame müsste dafür eigentlich entlassen werden. Demokratie geht jedenfalls anders!

  • 22.04.2012, 18:36 UhrWahrlichichsageEuch

    Ihr Kommentar:

    An die DDR erinnert mich vor allem der Versuch der Linken, Kinder auch jetzt wieder so früh wie möglich den Familien zu entreißen, um sie in Kitas zu kasernieren und linker Gehirnwäsche zu unterziehen.

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