CDU-Generalsekretär
SPD kritisiert Pofallas Islam-Äußerungen

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla ist mit seinen Äußerungen zum Gewaltpotenzial des Islam auch bei der SPD auf deutliche Kritik gestoßen.

dpa BERLIN. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte der „Berliner Zeitung“: „Das ist kein guter Beitrag zum Dialog der Kulturen, der letzte Woche mit dem Islamgipfel so erfolgreich begonnen wurde.“

Durch überspitzte Formulierungen würden solche gemeinsame Anstrengungen erschwert. Auch für die SPD sei ein gewaltbereiter Islam nicht tolerierbar. „Ich warne aber davor, alle Muslime in einen Topf zu werfen“, sagte Heil. Die meisten in Deutschland lebenden Muslime seien friedliche Menschen. Pofalla hatte den Islam in einem Zeitungsbeitrag als Hauptverursacher religiös motivierter Gewalt eingestuft.

Der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, kritisierte Pofalla erneut scharf. „Ich habe in der Tat den Eindruck, dass einige in der CDU/CSU einen Schritt vor machen und zwei zurück“, sagte Mazyek am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“. Die Muslime in Deutschland seien friedlich. „Sie möchten ein Teil der Gesellschaft sein und trotzdem werden Muslime immer mit Terroristen in einen Topf geworfen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%