Die CSU zeigte sich nach dem negativen Echo auf ihr milliardenschweres Steuerkonzept über die Schwesterpartei CDU verärgert. Landtagsfraktionschef Georg Schmid machte am Dienstag in München seinem Zorn über die Unionsschwester Luft.
Dabei kritisierte er auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die ablehnenden Kommentare hätten ihm „die Socken runtergezogen“, sagte Schmid. „Was manche Vertreter der CDU dazu gesagt haben, halte ich für unmöglich.“ Zur Reaktion Merkels sagte Schmid: „Da habe ich mich auch über die Bundeskanzlerin gewundert, die etwas ablehnt, noch bevor es bekannt ist.“
Merkel hatte – wie auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) – auf das Ziel der Haushaltskonsolidierung bis 2011 verwiesen.
Schmid verwies darauf, dass wesentliche Teile des CSU-Konzepts bereits im Wahlprogramm 2005 der Union enthalten waren, so die Absenkung des Eingangssteuersatzes auf zwölf Prozent und die Erhöhung der Grundfreibeträge. „Da wird so ein Zinnober gemacht“, klagte Schmid.


