CDU in Baden-Württemberg
Mappus geht - Strobel kommt?

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus kündigt seinen baldigen Abschied aus der Politik an. Einen Vorschlag, wer sein Nachfolger sein solle, hat er schon. Wie es mit ihm selbst weitergeht, ist dagegen offen.
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SindelfingenBaden-Württembergs scheidender Regierungschef und CDU-Vorsitzender Stefan Mappus will sich in absehbarer Zeit aus der Politik zurückziehen. „Ich würde meine Zukunft nicht primär in der Politik sehen“, sagte der 45-Jährige am Donnerstag in Stuttgart knapp vier Wochen nach der Abwahl der CDU im Südwesten. Auch seine Vorgänger im Amt des Ministerpräsidenten hätten sich nach ihrem Rückzug aus der Staatskanzlei eine neue Aufgabe gesucht. „Genau das habe ich auch vor.“ Er wolle nicht jahrelang als Abgeordneter auf den hinteren Rängen des Landtags sitzen.

Als möglichen Nachfolger hat Mappus Generalsekretär Thomas Strobl ins Spiel gebracht. „Er kann das“, sagte der abgewählte Ministerpräsident am Donnerstag in Stuttgart. Strobl habe als Generalsekretär eine „exzellente Arbeit“ geleistet und könne nicht als Einziger für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht werden. „Die Wahl hat nicht Thomas Strobl verloren. Wir haben sie gemeinsam verloren.“ Strobl kündigte eine Neupositionierung der CDU an, die mit der Parteibasis erarbeitet werden müsse.

Wo genau er seine eigene berufliche Zukunft sieht, wollte Mappus nicht sagen. Der CDU-Politiker ist Diplom-Ökonom und hatte eine Zeitlang für Siemens Telefone vertrieben. Das Arbeitsverhältnis ruht nach Angaben auf seiner Internetseite ohne Bezahlung. Der 45-jährige Pforzheimer erklärte, er wolle nach der Wahl des neuen Ministerpräsidenten am 12. Mai erstmal zwei Monate in sich gehen. Auch in der CDU will sich Mappus künftig zurücknehmen. „Ich will keine herausgehobene Position.“

Zu aktuellen politischen Fragen wolle er sich eher heraushalten. „Denn Ratschläge sind auch Schläge.“ Mappus war 1996 erstmals in den Landtag gewählt worden. Bereits zwei Jahre später wurde er vom damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel zum Staatssekretär im Umweltministerium berufen. Nach einem Jahr als Umweltminister war er zwischen 2005 und 2010 Vorsitzender der Landtagsfraktion. Dann wurde er Nachfolger von Ministerpräsident Günther Oettinger, der als EU-Kommissar nach Brüssel wechselte.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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