CDU-Kampfansage
„Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“

„Mit Herzblut und Sachverstand” will die CDU für Europa werben. So will Vize-Vorsitzende Armin Laschet den Einzug der Alternative für Deutschland verhindern. Doch die Partei blickt nicht nur auf Europa.
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BerlinIm Europawahlkampf will sich die CDU darum bemühen, dass die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) nicht ins EU-Parlament einzieht. Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, seine Partei werde einen „dezidiert europafreundlichen Kurs“ fahren und mit Herzblut, Leidenschaft und Sachverstand für die Einheit Europas werben. „Wir haben das Ziel, die Anti-Europäer von der AfD unter drei Prozent zu drücken“, fügte er mit Blick auf die gesenkte Hürde für den Einzug ins Europaparlament hinzu. „Es wäre schädlich, wenn die ins Europäische Parlament kämen. Sie wären keine guten Vertreter Deutschlands, da sie mit ihrer D-Mark-Nostalgie massiv deutsche Interessen und deutsche Arbeitsplätze gefährden.“

Ferner sollte die bei der Bundestagswahl erfolgreiche CDU nach Laschets Worten nun in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an frühere Wahlsiege anknüpfen. „Das Wichtige ist, dass die CDU (...) auch wieder die Mehrheiten in den Ländern zurückgewinnt“, sagte er. Er habe mit seinen beiden Stellvertreter-Kollegen Thomas Strobl (Baden-Württemberg) und Julia Klöckner (Rheinland-Pfalz) eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Laschet ist seit Dezember in NRW nicht nur Partei-, sondern auch Fraktionschef. „Für mich bietet das neue Amt als Fraktionschef die Chance, mich auf das Land zu konzentrieren und Partei und Fraktion zusammenzuführen. (...) Das erleichtert die Oppositionsarbeit.“ Er wolle eine Alternative zu Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für die Landtagswahl 2017 sichtbar machen. Auf die Frage, ob er dann Spitzenkandidat der CDU werde, sagte er: „Die Spitzenkandidatur werden wir 2016 festlegen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " CDU-Kampfansage: „Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“"

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  • Die AfD als D-Mark-Nostalgiker zu bezeichnen zeugt doch nur davon, dass der CDU nichts anderes einfällt als zu diffamieren und bewusst Desinformation zu betreiben. Ein Blick in das Programm der AfD erleichtert die Urteilsfindung. Die AfD fordert den Austritt der Krisenländer aus dem Euro gerade um die Spaltung Europas zu verhindern. Außerdem ist es ein Unding, Europa mit der Eurozone gleichzusetzen. Zählen denn z.B. Großbritannien, Dänemark und Schweden nicht zu Europa?
    Fakt ist: Griechenland ist pleite und wird weiter munter durch die EZB finanziert. Und wer haftet mit 27 %? Das ist eine Ungeheuerlichkeit. Es wird Zeit, dass eine Partei mit ökonomischen Sachverstand ins EU-Parlament zieht, die zudem den Mut zur Wahrheit hat. Ich hoffe, dass die AfD deutlich über die Fünfprozentmarke kommt. Deutschland und Europa brauchen eine neue, vernunftbegabte politische Kraft.

  • @Heinz-Herbert

    sie sind doch schon einer der bezahlten Trolle aus Brüssel, welcher hier und auf anderen Seiten sein "Unwesen" treibt und für "politische Stimmungsmache" bezahlt wird ! Gehen sie einen seriösen Job nach !

  • Mit welchen Inhalten will die CDU denn in den Kampf gegen die AfD ziehen?

    Ich zitiere mal Schlagzeilen der vergangenen Wochen bezüglich der CDU:

    "Union will niedrige Hürden für Wechsel in Wirtschaft" FAZ 12.01 Pofalla lässt grüßen.

    "McAllister wird Spitzenkandidat für Europawahl"

    Also nochmal, wo sind denn da die INHALTE??

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