CDU-Landesfürsten
Stoiber nicht im ganzen Osten unerwünscht

Die ostdeutschen CDU-Landesfürsten sind uneins darüber, ob CSU-Chef Stoiber nach seinen Tiraden gegen ostdeutsche Wähler noch im Wahlkampf in den neuen Bundesländern auftreten sollte.

HB BERLIN. Nach Brandenburgs CDU-Chef Jörg Schönbohm empfahl auch Mecklenburg-Vorpommerns Landesvorsitzender Eckhardt Rehberg dem bayerischen Ministerpräsidenten, zuhause zu bleiben. "Die Art, wie sich Herr Stoiber ausdrückt, verletzt viele Menschen im Osten", sagte Rehberg am Montag im Südwestrundfunk. Die CDU-Mitglieder in Ostdeutschland wüssten um die Befindlichkeiten der Ostdeutschen und sprächen deren Sprache. Deshalb müsse auch ihnen der Wahlkampf in den neuen Ländern überlassen werden. Der Brandenburger Schönbohm hatte Stoiber aufgefordert, der Ost-CDU "nicht in die Quere zu kommen".

Dagegen erklärten die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, von Sachsen-Anhalt und von Thüringen, Georg Milbradt, Wolfgang Böhmer und Dieter Althaus, sie hätten keine Probleme damit, Stoiber im Wahlkampf in ihren Ländern zu begrüßen. "Warum nicht?", meinte Milbradt. Althaus forderte Stoiber gar dazu auf, seine Kritik bei Wahlkampfauftritten im Osten zu erklären.

CSU-Landesgruppenchef Michael Glos hatte seinen Parteivorsitzenden Edmund Stoiber am Sonntag wegen dessen Ost-Schelte erstmals indirekt kritisiert. Glos sagte in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" am Sonntagabend: "Es hätte Manches eleganter laufen können. Wir bräuchten da einen stärkeren Zusammenhalt, auch äußerlich sichtbar, auch der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerkandidatin."

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