CDU
Merz stichelt wieder gegen Merkel

Der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz hat die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel einem Magazinbericht zufolge erneut scharf attackiert. Er spricht von einer beunruhigenen Entwichlung in der CDU. Es sei unverständlich, dass die Regierung nicht gewillt sei, Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten, so der Finanzexperte.

HB BERLIN. "Wenn die Union, insbesondere die CDU, so gut wie alles aufgibt, was sie über Jahrzehnte für richtig gehalten hat, dürfen wir uns über die Abwanderung unserer Stammwähler nicht wundern", zitierte der "Spiegel" am Wochenende aus einem Brief von Merz an seine Anhänger im heimischen Hochsauerlandkreis. Es müsse die Union beunruhigen, wenn sie heute laut einer Umfrage bei einer Bundestagswahl schlechter abschneiden würde als 2005.

Es sei unverständlich, dass die Regierung nicht gewillt sei, Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten. "Die Entlastung der Familien mit mittleren Einkommen in Deutschland ist jetzt wichtiger als überproportionale deutsche Beitragszusagen zur Rettung der Regenwälder in Südamerika", zitierte das Magazin aus dem Brief. Zugleich forderte Merz die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale und die Aussetzung des Gesundheitsfonds, der ausgerechnet im Wahljahr 2009 das gesamte Gesundheitssystem auf den Kopf stelle. Beides lehnt Merkel ab.

Friedrich Merz und Angela Merkel sind die gerade die engsten Freunde. Merkel hatte Merz 2002 aus dem Amt des Fraktionsvorsitzenden gedrängt. Bei der Bundestagswahl 2009 will Merz, der vor allem beim Wirtschaftsflügel der Union großes Ansehen genießt, nicht mehr antreten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%