CDU-Mittelstand
„Wo die FDP hin will, müssen wir bereits herkommen"

Die CDU-Mittelstandsvereinigung sorgt sich um die Butter auf dem Brot: In der schwarz-gelben Koalition dürfe es nicht auf eine Arbeitsteilung hinauslaufen, bei der die FDP für die Wirtschaftspolitik und die Union für die soziale Gerechtigkeit zuständig ist – „Das wäre das Ende der Volkspartei Union“, sagte ihr Vorsitzender Josef Schlarmann in Berlin.
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HB BERLIN. „Wo die FDP hin will, muss die CDU bereits herkommen", sagt Josef Schlarmann, Vorsitzender der christdemokratischen Mittelstandsvereinigung. Die Union muss seiner Ansicht nach schnelle Konsequenzen aus ihrem unbefriedigenden Ergebnis bei der Bundestagswahl ziehen. Die Partei müsse ein klares wirtschaftspolitisches Profil entwickeln und in einen Wettbewerb mit dem Koalitionspartner FPD eintreten, forderte Schlarmann am Freitag auf der Bundesdelegiertenversammlung in Berlin. CDU/CSU müsse „standfester, besser und schneller sein.

Das Wahlergebnis von unter 34 Prozent für die Union sei ein „Gegentor“ in der gewonnenen Bundestagswahl. „Wir fallen nicht so schnell wie die SPD“, aber die Union sei auch nicht auf der Siegerstraße. Seit 2002 hätten CDU/CSU 3,8 Millionen Wähler verloren. Am 27. September seien eine Million zur FDP gegangen, und eine Million hätten nicht gewählt.

Mit Blick auf die schwarz-gelbe Koalition, sagte er, es dürfe sich nicht die Arbeitsteilung verfestigen, dass die FDP für die Wirtschaftspolitik und die Union für die soziale Gerechtigkeit zuständig sei. „Das wäre das Ende der Volkspartei Union“, sagte Schlarmann. Der 70-Jährige wurde mit großer Mehrheit für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

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  • Die Handschrift der FDP heute ist ganz klar Hans-Dietrich Genscher und sonst von keinem. Was sein Ziehsohn Jürgen Möllemann forderte steht heute wieder zur Debatte. Hans-Dietrich Genscher stellte selbst seinen Ziehsohn für seine politischen Angelegenheiten frei, daß muß man bedenken.So muß man denken, wenn man die FDP richtig einschätzen will. Hans-Dietrich Genscher als Poltiker hoch geschätzt, fragen sie in seinem Wahlkreis Wuppertal nach ihm und hören sie was die Menschen zu ihm zu sagen haben.

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