CDU-Parteitag
Delegierte stärken Schäuble den Rücken

Bundeszkanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Rede noch einmal kräftig für Wolfgang Schäuble geworben - und die Delegierten folgten ihr. Auf dem CDU-Parteitag wurde der zuletzt in die Kritik geratene Finanzminister mit 85,6 Prozent der Stimmen wieder ins CDU-Präsidium gewählt. Das ist ein besseres Ergebnis als beim letzten Mal.
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HB BERLIN. Der CDU-Parteitag hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Montag demonstrativ den Rücken gestärkt. Schäuble wurde mit 85,6 Prozent der Stimmen wieder ins CDU-Präsidium gewählt. Vor zwei Jahren hatte er in Stuttgart 85,4 Prozent erzielt.

In den vergangenen Tagen hatten sich sowohl Parteichefin Angela Merkel als auch andere Präsidiumsmitglieder hinter Schäuble gestellt, der in die Kritik geraten war. Die Bundeskanzlerin hatte in den vergangenen Tagen zudem Gerüchte über eine Ablösung des Finanzministers deutlich dementiert. In Karlsruhe dankte sie ihm in ihrer Parteitagsrede ausdrücklich für seine Arbeit.

Schäuble selbst betonte in seiner Bewerbungsrede: "Ich bin bereit, meinen Dienst weiter zu leisten, so gut ich es kann. Dafür brauche ich Ihr Vertrauen." Undf weiter: "Ich habe ein Jahr hinter mir, das schwerer war, als ich es mir vorgestellt und gewünscht habe" Steuersenkungen erteilte der Finanzminister erneut eine Absage. Dafür seien keine Spielräume vorhanden.

Sowohl von der FDP als auch der Unions-Fraktion hatte es Klagen gegeben, Schäuble stimme sich nicht ausreichend ab und verändere wie beim Thema Kommunalfinanzen im Alleingang Positionen der Koalition. Ihm war zudem die öffentliche und vielfach als demütigend empfundene Kritik an seinem später zurückgetretenen Pressesprecher vorgeworfen worden.

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  • eins kann man nur sagen. finanz- und gesundheitsminister waren und sind immer unbeliebt. aber der einzige mit europäischem weitblick war für mich der steinbrück. schade, dass die fdp so starke zuwächse bekommen hat. in einer großen koalition wäre vieles besser gelaufen. kein ausstieg vom atomausstieg, koch und co. wären minister geblieben und merkel würde vielleicht innerhalb eines jahres abdanken. aber nun gibts kaum feinde mehr und alles arschkreicher können getrost eine sozialistisch anmutende abstimmung für merkel erreichen. alle regen sich darüpber auf, nur tun sie gar nix dagegen. symbolische sparpakete verschicken. darüber lachen die doch da oben. es sei denn, die wären mal mit richtig scharfen bomben bestückt. dann wärs natürlich was anderes.

  • Er ist ein erfahrener Politprofi,er verschwendet keine Zeit,sein Augenmerk hat er immer auf das Primäre,und ich meine das dieser Gesichtspunkt besonders hervorzuheben ist,er hat nichts zu verlieren .in seinem Alter schaut man nicht auf den nächsten Posten den er vielleicht gern hätte,er kann seine Arbeit so einrichten dass das beste für unser Land dabei herauskommt . Über die,die sich Opposition nennen darf er durchaus müde Lächeln.

  • Dick und Doof hatten mir in meiner Kindheit viel Freude bereitet.
    Die Pendents sind der reinste Horrortrip.

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