CDU-Personalie
Union kürt neuen Frontmann für die Wirtschaft

Joachim Pfeiffer ist der neue wirtschaftspolitische Sprecher der CDU. Stärken und Probleme der deutschen Wirtschaft kennt der Politiker ziemlich genau - nirgendwo tritt beides derzeit so gehäuft auf wie in der Region Stuttgart, in deren Osten sein Wahlkreis Waiblingen liegt.
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BERLIN. Einerseits kann der neue wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU von weltbekannten Unternehmen erzählen: dem Reinigungsgerätebauer Kärcher oder dem Motorsägenhersteller Stihl. Andererseits schlägt die Krise hier brutal zu, hat sich die Arbeitslosigkeit, wenn auch auf niedrigem Niveau, fast verdoppelt.

"Gerade in der stark vom Export abhängigen Wirtschaft in der Region Stuttgart stehen wir kurz vor einer Kreditklemme", sagt er. Im neuen Amt will der 42-jährige Diplom-Kaufmann schnell Impulse dafür geben, dass die Kreditversorgung des Mittelstands wieder in Gang kommt. Darüber hinaus versteht er die Arbeitsgruppe Wirtschaft als "ordnungspolitisches Gewissen" der Fraktion. Gerade die Unions-Wirtschaftspolitiker hatten in der Großen Koalition an so manchem Kompromiss mit der SPD zu leiden.

Pfeiffer, damals für die Energiepolitik der Union zuständig, machte seinen Protest auch öffentlich. Zum Beispiel stimmte er gegen die Einführung einzelner Mindestlöhne. Heute warnt er davor, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zu unterschätzen. Pfeiffer weiß, wovon er redet. Nirgendwo ist die FDP so stark wie in seiner Heimat. Das Remstal, das zu seinem Wahlkreis gehört, gilt als Stammland der Liberalen.

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