CDU-Politiker ist schon häufiger aufgefallen
Hohmann-Rede: Affäre mit Umwegen

Es ist eine Affäre, die erst über große Umwege an die Öffentlichkeit kam: Wochenlang hatte kaum jemand bemerkt, welch' brisante Rede der umstrittene CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann Anfang Oktober in seinem Heimatort Neuhof bei Fulda gehalten hatte.

HB dpa. Bei einer Feier seiner Partei am Tag der Deutschen Einheit war er als Festredner aufgetreten, ohne dass seine Worte über Holocaust und Juden für Aufregung sorgten. Erst später stieß eine Frau in den USA im Internet auf den Text. Über die empörte Leserin erfuhr schließlich der Hessische Rundfunk in Fulda von der Rede.

Hohmanns Worte waren unter anderem auf der Homepage der Neuhofer CDU zu finden - bis die Partei sie nach den ersten Meldungen am Donnerstagabend schnell entfernte. Der 55-Jährige war am Freitag nicht zu erreichen. Er sei „unterwegs“, hieß es lediglich. Der CDU-Politiker selbst wies die Kritik an ihm in dürren vier Zeilen zurück. Es sei nicht seine Absicht gewesen, „Gefühle zu verletzen“.

Auch die CDU-Politiker in der Region gaben sich wortkarg. Hohmann sei kein Antisemit und stehe nicht im Verdacht, den Holocaust verharmlosen zu wollen, sagte Kreisparteichef Fritz Kramer. Dennoch wolle er ihn wegen der Rede zu einem Gespräch bitten.

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