CDU-Politiker warnt
Anti-Euro-Partei könnte SPD-Kanzlerschaft begünstigen

Die eurokritische Alternative für Deutschland will Angela Merkel aus dem Kanzleramt verdrängen. Dass ihr das auch gelingt, ist nicht ausgeschlossen, meinen Experten. Und auch in der CDU hält man dies schon für möglich.
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BerlinDer CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch hat sich besorgt über den großen Zuspruch für die neue Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) geäußert. Wenn die AfD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitere, seien „schlimmstenfalls 4,9 Prozent der Wählerstimmen weitgehend für das bürgerliche Lager verloren“, sagte Willsch Handelsblatt Online. Sie fehlten dann CDU/CSU und FDP, um sich gegenüber drei linken Parteien zu behaupten. „Je mehr Stimmen Union und FDP an die AfD verlieren, desto näher bringt dies die SPD zur Kanzlerschaft“, warnte Willsch.

Für die Sozialdemokraten gebe es dann viele Möglichkeiten, an die Regierung zu kommen: Ein knapper Sieg von Rot-Grün wie in Niedersachsen, ein offizielles Dreierbündnis SPD, Grüne, Linke. Oder eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung, wie sie die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für einige Zeit praktiziert habe.

Auch ein Sprung der AfD in den Bundestag hätte nach Willschs Einschätzung schwerwiegende Folgen für die Union. „Der Einzug der AfD in den Bundestag bedeutet unweigerlich entweder eine große Koalition oder die Begünstigung eines linken Bündnisses“, sagte er. „Nach weiteren vier Jahren in einer großen Koalition wäre vom Markenkern der CDU nichts mehr übrig.“ Er wolle das nicht, betonte der als Euro-Kritiker bekannte Willsch. „Bei aller Kritik ist unser Land bei Union und FDP immer noch am besten aufgehoben.“

Die Sorgen von Willsch sind nicht unbegründet. Experten bescheinigen der Anti-Euro-Partei gute Chancen für den Einzug in den Bundestag. Die neue Gruppierung kommt nach einer Umfrage aus dem Stand heraus auf drei Prozent. Das hat das INSA-Institut im Auftrag der „Bild“-Zeitung ermittelt. INSA-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung: „Die AfD hat ein großes Potenzial. Zwei Drittel der Deutschen lehnen die Milliarden-Rettungsschirme für den Euro ab.“

Kommentare zu " CDU-Politiker warnt: Anti-Euro-Partei könnte SPD-Kanzlerschaft begünstigen"

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  • Dass sich eine Partei wie AfD bildet zeigt zweierlei. Die menschen werden sich in Zukunft nicht mehr veräppeln lassen und, und das meine ich mit einer großen Portion Genugtuung, die Politiker bezahlen für ihre Inkompetenz und uferlose Arroganz. Als ehemaliger Starbatty-Schüler freue ich mich ganz besonders für den Aufschwung der Partei. Jeder Professor hat sich während meines VWL-Studiums darüber geäußert, wie wenig deren Meinungen in politischen Wissenschaftsgremien, Fachausschüssen bzw als direkte Berater von Parteien und Politikern beachtet wurde, sobald sie nicht in deren Programm passten. Einer sagte sogar: "Die verkaufen einen blauen Himmel als rosa und verlangen von uns Professoren, dass wir Gutachten dazu erstellen sollen, die dies belegen." Viele, wie eben Starbatty, Hankel, Schachtschneider, Berger, Werner, usw. machten da nicht mit, wurden geächtet, während die Politiker weiter, unter erkauften Doktor-Titeln, Karriere machten. Mein spezieller Freund, Schäuble, konnte sich als heutiger FINANZminister ja nicht einmal erklären, wie DM 100.000 Schmiergeld in seinem Schreibtisch auftauchen konnten. Erinnern Sie sich? Alle Politiker sind nur Selbstdarsteller und kümmern sich einen Dreck um allgemeine, nationale bzw. bürgernahe Interessen. Stattdessen hofieren sie Banken- und Wirtschaftskriminelle, wie Ackermann, Schrempp und all die anderen Bilderberger-Ganoven.
    Ich erhoffe mir jetzt die große Abrechnung, angeführt von dem unermesslichsten Gut, über das Deutschland seit jeher verfügt: das Wissen ihrer Professoren bzw. Akademiker.
    Mit voller Überzeugung für die AfD und anderer Akteure, die sich für die Vernunft und Menschlichkeit einsetzen.

  • Ich habe es bereits in einem anderen Forum und auf facebook gesagt:

    "Die Welt" zensiert unangenehme Kommentare die nicht in Ihr Weltbild passen. Das ist mittlerweile nicht nur mir , sondern anderen Bekannten auch passiert. Bewiesen durch neutrale Kommentare die alle problemlos zugelassen wurden, und USA- kritische kommentare die alle zensiert und/oder gelöscht wurden.............Tja- so werden Nachrichten gemacht.............Deutschland und Demokratie............Scheiss drauf............Merkel kommt aus der DDR............Gauck kommt ebenfalls aus der DDR..........machts klick?........Merkel und ihre Helfershelfer versuchen hier klammheimlich ihren Kommunismus durch zu drücken und denken das die Bürger dumm genug sind das nicht zu merken. Und das Seehofer gegen Berlin klagt wegen des Länderfinanzausgleiches finde ich vollkommen richtig Unabhängigkeit für Bayern- sofort.

    In diesem Sinne Gruss

    Albert Huss

  • Hab diese beiden links per Mail erhalten.
    Bild spielt tatsächlich mit der Angst der
    Menschen..
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/d-mark/was-waere-wenn-wir-morgen-wieder-die-d-mark-haetten-30015136.bild.html
    erzählt ihnen,das dann die Pizza für 8 Euro dann
    16 Mark kosten würde usw.
    passend dazu dieser link.
    http://www.merkur-online.de/lokales/schongau/altenstadt/viele-leute-klagen-vieles-heute-doppelt-teuer-2815961.html
    Kurz vor der Jahrtausendwende kosteten 2347 Liter Heizöl exakt 1020,25 Mark . Die im vergangenen Jahr eingetroffene Rechnung für 2127 Liter lautete auf 1872 Euro.
    Ingrid Schröcker hat da alte Rechnungen gefunden.
    Für 28 Liter (1,58 DM) musste sie damals knapp 44 Mark bezahlen - heute würde sie für die Tankfüllung in etwa die selbe Summe in Euro aufbringen müssen.
    „Ich muss immer noch daran denken, als der Schweinsbraten im Lokal noch für 4,60 oder fünf Mark zu haben war"
    soweit die Ingrid.Ich weiß das aber auch noch.
    Pizza 16.50..tzzzzzzz
    die Blöd arbeitet für Merkel mit allen Mitteln.

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