Deutschland
CDU: Roland Koch

Roland Koch will zum dritten Mal hessischer Ministerpräsident werden. Er gilt als Polarisierer. Und pünklich zur heißen Wahlkampfphase holte er wieder ein heikles Thema aus der Kiste.
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Der 49-jährige Jurist aus Eschborn bei Frankfurt ist die beherrschende Figur der Landespolitik und zugleich als stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ein bundespolitisches Schwergewicht. Eigene Ansprüche auf das Kanzleramt hat Koch zurückgestellt.

Koch stammt aus einer politischen Familie. Sein Vater Karl-Heinz Koch (1924-2007) war für die CDU hessischer Justizminister. Der Sohn führt die Christdemokraten im Land seit 1998. Den Wahlsieg 1999 sicherte er sich mit einer umstrittenen Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Unbeschadet überstand er die Affäre um schwarze Kassen bei der Hessen-CDU. Angesichts schwacher Umfragewerte machte er für die jetzige Wahl die Kriminalität junger Ausländer zum Thema.

Koch gilt als Polarisierer. Zum Jahreswechsel holte er ein heikles Thema aus der Kiste: die Kriminalität junger Ausländer. Während ihn die Opposition des Populismus zeiht, hofft der CDU - Ministerpräsident auf die Zustimmung der Wähler. Er sieht sich als "akzeptierter Sprecher einer schweigenden Mehrheit der Deutschen".

Koch selbst sieht sich als "konservativen Reformer". Selbst Gegner erkennen seine wirtschaftspolitische Kompetenz an. Mit Peer Steinbrück von der SPD handelte er Kompromisse vom Subventionsabbau bis zur Erbschaftsteuer aus. Den Vater von zwei Söhnen verbindet eine lange Freundschaft mit dem Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, dem Dalai Lama.

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